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Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen aufgenommen

Bistum Erfurt: Missbrauchsverdacht in katholischem Kindergarten

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Teddybär Symbolbild Missbrauch
Erfurt - "Bewiesen ist noch nichts. Doch allein schon der Verdacht sexuellen Missbrauchs hat bei den Eltern und auch bei den Angestellten des Kindergartens Entsetzen und Sorge um die Kinder ausgelöst", erklärt das Bistum Erfurt.

In einem katholischen Kindergarten in Erfurt gibt es einen Verdacht auf sexuellen Kindesmissbrauch. Wie das Bistum Erfurt auf Anfrage am Montag bestätigte, liegen entsprechende Hinweise vor, wonach es dort Ende Februar zu sexualisierter Gewalt gegen zwei Kinder gekommen sein könne. Die Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen aufgenommen. Unter Verdacht steht demnach eine befristet in der Einrichtung aushelfende minderjährige Person, die die Vorwürfe bestreite. Eltern hatten von den Vorfällen berichtet.

Das Bistum betonte, dass die Tätigkeit der betreffenden Person nach Bekanntwerden des Verdachts umgehend beendet, ein Hausverbot erteilt und jeglicher Kontakt zu Kindern der Einrichtung unterbunden worden sei. Zudem seien alle zuständigen Institutionen im Bistum Erfurt, in der Stadt und im Freistaat Thüringen "sofort benachrichtigt" worden.

Auch die Eltern seien mit einem Brief schnellstmöglich über die Verdachtsfälle informiert und gebeten worden, gegebenenfalls weitere Verdachtsmomente entweder bei den zuständigen kirchlichen Stellen zu melden oder bei der Polizei anzuzeigen.

Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt

Das Bistum wies daraufhin, dass die beschuldigte Person vor der Tätigkeit gemäß der geltenden Bestimmungen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt habe, das keine Einträge enthalten habe. Außerdem sei sie gemäß Präventionsordnung des Bistums Erfurt belehrt worden und habe zudem an einer Präventionswoche zu den Gefahren sexuellen Missbrauchs teilgenommen.

"Bewiesen ist noch nichts. Doch allein schon der Verdacht sexuellen Missbrauchs hat bei den Eltern und auch bei den Angestellten des Kindergartens Entsetzen und Sorge um die Kinder ausgelöst. Es tut uns leid, dass es dazu trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gekommen ist", erklärte das Bistum.

Sowohl der Träger des Kindergartens als auch das Bischöfliche Ordinariat unterstützten die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft "mit allen Kräften, um so zu einer schnellstmöglichen Aufklärung beizutragen", so das Bistum. "Das schulden wir allein schon den Kindern, die die Einrichtung besuchen, und ihren Eltern." (KNA)

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