Bistum Trier: Ringen um die Zukunft
In einem Entwurf für das Zukunftsbild der Diözese heißt es, nach dem Vorbild von Papst Franziskus dürfe die Kirche nicht um sich selbst kreisen. Ihr Auftrag sei es, "die Menschen an ihre ursprüngliche Würde, Ebenbild Gottes zu sein und die damit verbundene Verantwortung zu erinnern". Die Kirche müsse sich zur Erfüllung dieses Auftrags "als Weggefährtin und als Herberge aller Menschen" sehen. Zudem solle sie das Miteinander suchen, dürfe nicht belehrend auftreten und solle allen zur Verfügung stehen, die sie brauchten.
Möglicherweise schon erste Beschlüsse
Laut Synoden-Sekretär haben die zehn Sachkommissionen all ihre Empfehlungen für die zukünftige Ausrichtung des Bistums vorgelegt. Es sei möglich, dass einzelne Papiere bereits bei dieser Vollversammlung beschlossen würden. Alle weiteren Punkte müssten bei der Abschlussversammlung im Dezember in Trier beraten werden. Bischof Ackermann kündigte an, dass eine Umsetzungskommission gebildet werden soll, die über die Beschlüsse der Synode wachen soll.
Während der Sommermonate hatten die Gremien der Synode den Dialog mit den Gläubigen gesucht. Bei zahlreichen regionalen "WortWechsel"-Veranstaltungen diskutierten Synodale und Interessierte über den bisherigen Stand der Beratungen. "Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die Frage: Was heißt das jetzt für uns in den Pfarreien? Wie organisiert sich die Kirche vor Ort?", so Heckmann. Bischof Stephan Ackermann hatte zudem mit Experten über die Situation von Frauen in der Kirche debattiert.
Erste Diözesansynode in diesem Jahrhundert
Seit Dezember 2013 läuft im Bistum Trier die erste Diözesansynode in diesem Jahrhundert auf deutschem Boden, an der Kleriker und Laien als Synodale teilnehmen. Die Vollversammlung ist das beschließende Organ der Synode. Nur der Bischof kann eine derartige Synode einberufen und etwaige Beschlüsse in Kraft setzen. (KNA)