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Vorgängerin war überraschend zurückgetreten

Hilliger neuer Vorsitzender der Aufarbeitungskommission Ost

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Berlin - Anfang Juli war die Vorsitzende der Aufarbeitungskommission Ost aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Nun hat sie einen Nachfolger. Andreas Hilliger wurde zum neuen Kopf des Gremiums gewählt. Er stammt aus Brandenburg.

Die Missbrauchs-Aufarbeitungskommission für die Ostbistümer hat einen neuen Vorsitzenden. Der frühere Abteilungsleiter im Brandenburger Bildungsministerium, Andreas Hilliger, ist am Donnerstag in dieses Amt gewählt worden, wie das Erzbistum Berlin am Abend mitteilte. Hilliger folgt auf Uta-Maria Kuder an der Spitze der Interdiözesanen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs (IKA) im Erzbistum Berlin, den Bistümern Görlitz und Dresden-Meißen sowie in der Katholischen Militärseelsorge.

Kuder war nur zwei Monate nach Amtsantritt überraschend vom Vorsitzendenamt zurückgetreten. Die 65-jährige frühere Justizministerin von Mecklenburg-Vorpommern habe am 3. Juli "aus gesundheitlichen Gründen" ihr Amt niederlegen müssen, bleibe aber Mitglied der Kommission, hieß es nun. Hilliger war bislang bereits Kommissionsmitglied.

Bereits Kommissionsmitglied

Aufgabe der Kommission ist es, das Ausmaß sexualisierter Gewalt in den beteiligten Bistümern sowie die kirchlichen Rahmenbedingungen, die Missbrauch fördern, zu ermitteln und zu bewerten. Zudem will das Gremium darauf hinwirken, dass wirksame Präventionsmaßnahmen in allen kirchlichen Bereichen verankert werden. Ferner sollen Betroffene ermutigen werden, von ihren Erfahrungen zu berichten.

Grundlage für die Berufung der Kommission ist eine Vereinbarung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und des damaligen Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig. "Die Kommission ist nicht Teil kirchlicher Strukturen und arbeitet weisungsfrei", hieß es. (KNA)

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