Kreuzwegstationen vor Kirche in München beschädigt – Zeugen gesucht
Einige moderne Kreuzwegstationen vor der Münchner Universitätskirche Sankt Ludwig sind im September beschädigt und Teile davon entwendet worden. Die Polizei sucht aktuell Zeugen, die zu den Vorfällen etwas sagen können, wie es im Polizeibericht vom Donnerstag heißt. Nach den bisherigen Ermittlungen der Kripo seien die metallenen Kunstwerke jeweils in den Nächten auf Freitag, 16. September, sowie auf Mittwoch, 28. September, vorsätzlich beschädigt und aus der Verankerung gerissen worden. Der Schaden betrage mehrere tausend Euro.
Bei insgesamt zwei Exponaten sei ein metallenes Kreuz sowie ein Metallbogen im Gesamtwert von mehreren hundert Euro entwendet worden, heißt es. An einigen Kunstwerken sei außerdem ein Aufkleber mit dem Schriftzug "Jesus lebt" angebracht worden. Wer sachdienliche Hinweise geben könne, werde gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 52, Telefon 089-29100 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Erst kürzlich waren in der sächsischen Gemeinde Wittichenau vier Wegkreuze beschädigt worden. "Es handelt sich hier eindeutig nicht nur um eine Sachbeschädigung oder einen Diebstahl", erklärte der Leiter des Katholischen Büros, Daniel Frank, und sprach von Schändung. Auch der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt sah darin einen Angriff auf den christlichen Glauben. Zudem waren zuletzt zwei Friedhöfe stark verwüstet worden. (tmg/KNA)