Limburger Bischof war noch nie verliebt
Den Verzicht auf die Gründung einer eigenen Familie empfindet der Limburger Bischof Georg Bätzing nach eigenem Bekunden als hohen Preis seiner Berufswahl als Priester. Die Entscheidung habe er aber ganz bewusst getroffen, sagte Bätzing dem Hessischen Rundfunk. "Das ist ein hoher Preis, denn ich habe Familie immer als förderlich empfunden und bin heute wirklich eng im Kontakt mit meiner Familie. Ich habe viele Freunde und auch Freundinnen, auch aus der Schulzeit, aber so, dass der Blitz eingeschlagen hätte und ich gesagt hätte, jetzt hast du dich total verliebt, jetzt musst du etwas klären, das ist mir erspart geblieben", erzählt der Limburger Bischof in dem Interview, das Karfreitag ab 10.00 Uhr im hr1-Talk ausgestrahlt wird.
Schon in der ersten Klasse sei er sich über den Berufswunsch im Klaren gewesen, so Bätzing: "Ich habe wie aus der Pistole geschossen gesagt: 'Ich will Pastor werden.'" Sein Vater, ein nebenamtlicher Kirchenmusiker, habe ihn regelmäßig mit in den Gottesdienst genommen. "Ich erinnere mich daran, dass mich das von Anfang an fasziniert hat. Ich glaube, das ist der Ursprung meiner Berufung, dass ich Priester werden wollte", sagte der 2016 zum Bischof geweihte Geistliche. (rom/KNA)
Der Nachfolger von Franz-Peter Tebartz-van Elst steht fest: Der Papst hat Georg Bätzing (55) zum Bischof von Limburg ernannt. Schafft es der bisherige Trierer Generalvikar, die im Nachbarbistum aufgerissenen Gräben zuzuschütten? (Artikel vom Juli 2016)