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Diskussion um Zulassung zu kirchlichen Ämtern

Lob und Kritik von Bischof Dieser für Frauen-Gebetsaktion

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Helmut Dieser im Porträt
Aachen - Die kfd im Bistum Aachen betet regelmäßig für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche. Bischof Dieser sieht das mit gemischten Gefühlen. Schließlich gebe es in der Debatte über die Zulassung von Frauen zu kirchlichen Ämtern sehr unterschiedliche Positionen.

Auf geteiltes Echo stößt beim Aachener Bischof Helmut Dieser das Donnerstagsgebet der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) in seinem Bistum für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche. Er begrüße das gemeinsame Gebet und stimme damit überein, das Anliegen der Geschlechtersensibilität wachzuhalten und zu verwirklichen, erklärte der Bischof am Donnerstag.

Dieser: Frauen haben schon heute Leitungsverantwortung

Zugleich wies er darauf hin, dass es in der Diskussion über die Zulassung von Frauen zu kirchlichen Ämtern in der Diözese sehr unterschiedliche Positionen gebe. Die Debatte werde in der Öffentlichkeit als Konflikt und nicht als Dialog wahrgenommen: "Das birgt die Gefahr der Polarisierung." Die Bearbeitung dieses Themas benötige Raum und sollte in den Reformdialogen Synodaler Weg auf Bundesebene und "Heute bei dir" auf Bistumsebene umfassend behandelt werden. Weiter führt Dieser aus, dass heute bereits Frauen in Pfarreien, diakonischen Diensten und kirchlicher Verwaltung Leitungsverantwortung übernommen hätten.

Die kfd im Bistum Aachen hat im Februar eine achtteilige Gebetsreihe für eine geschlechtergerechte Kirche gestartet. Die Gebetsabende jeweils am zweiten Donnerstag im Monat finden in einer der acht Bistumsregionen statt - in dieser Woche als zentrale Veranstaltung im Aachener Dom gemeinsam mit der Frauenseelsorge der Regionen Aachen-Stadt und -Land sowie des Bistums. Die kfd solidarisiert sich dabei ausdrücklich mit dem Forderungen der Reform-Initiative Maria 2.0, die unter anderem auf Weiheämter für Frauen in der katholischen Kirche drängt.

Im Juni hatte der kfd-Bundesverband in einem Positionspapier sich erstmals offiziell für die Priesterweihe von Frauen in der katholischen Kirche ausgesprochen. Man fordere mit Nachdruck die die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an allen Diensten und Ämtern in der Kirche, heißt es darin. Die Gruppe Maria 2.0. gründete sich im Jahr 2018 im Bistum Münster, wurde aber auch in anderen Teilen Deutschlands aufgegriffen. Als Gegeninitiative gründete sich später "Maria 1.0" von Frauen, die in Bezug auf ihr Geschlecht keine Reformbedürftigkeit in der Kirche sehen. (gho/KNA)

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