"Riesige Strahlkraft": Sternsingeraktion in Paderborn eröffnet
Die katholische Kirche hat ihre 67. Sternsingeraktion zentral in Paderborn eröffnet. Im Mittelpunkt der Aktion des Kindermissionswerks und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend stehen die Rechte von Kindern. Zur Eröffnungsfeier mit Paderborns Erzbischof Udo Markus Bentz kamen am Samstag laut Organisatoren knapp 1.500 Kinder und Jugendliche in den Paderborner Dom.
Er habe sich sehr auf den Tag gefreut, weil er den Sternsingern seit langem verbunden sei, sagte Erzbischof Bentz zur Eröffnung: "Von hier aus strahlt es dann in die ganze Republik, denn überall in Deutschland werden in den Tagen danach unsere Majestäten unterwegs sein." Sein Erzbistum ist nach 2015 zum zweiten Mal Gastgeber einer Aktionseröffnung der Sternsinger.
Bei der weltweit größten Aktion von Kindern für Kinder besuchen als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder und Jugendliche viele Haushalte. Sie singen ein Lied, überbringen Segenswünsche und bitten um eine Spende für Kinder und Jugendliche weltweit. Am 6. Januar empfängt auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin etliche Sternsinger.
Bingener: "Kinderrechte sind nicht einfach da"
"Die Aktion Dreikönigssingen hat einfach eine riesige Strahlkraft, und ich bin davon überzeugt, dass sie ein starkes Zeichen setzen kann für den Schutz von Kinderrechten", verwies der Erzbischof auf das Motto der Sternsingeraktion: "Erhebt eure Stimme! Sternsingen für Kinderrechte".
In vielen Ländern und Regionen der Erde gehe es Kindern nicht gut, weil man ihnen nicht ihre Würde gebe, sagte Bentz. Viele Kinder hätten nicht die Möglichkeit, ihr Leben zu verwirklichen; sie erlebten Krieg und Gewalt. Es gehe dabei nicht nur um Geld. Es gehe um das Bewusstsein, "dass wir die Rechte der Kinder stark machen". Auch die Kirche müsse ein Ort sein, an dem die Rechte der Kinder besonders geschützt sind. Der Erzbischof rief zugleich Kinder und Jugendliche dazu auf, die Kirche mitzugestalten.
"Kinderrechte sind nicht einfach da, weil sie einmal beschlossen wurden; sie müssen stets neu diskutiert und umgesetzt werden", erklärte auch der Präsident des Kindermissionswerks, Dirk Bingener, vorab.
Wie das gehen kann, zeigt die Sternsinger-Aktion anhand von Projekten in Kenia und Kolumbien. Dabei geht es einmal um die Folgen des Klimawandels, andererseits um ein selbstverwaltetes Jugendprojekt in Kolumbien für junge Menschen, die Gewalt und Vernachlässigung erlebt haben. (KNA/epd)