Die Heiligen Drei Könige.
Caspar, Melchior und Balthasar für Kinder erklärt

Wer waren die Heiligen Drei Könige?

Sie gehörten zu den ersten, die das Jesuskind sahen: Caspar, Melchior und Balthasar. Wer waren sie, was führte sie zum Stall, in dem alles begann, und warum denken wir immer am 6. Januar an sie? Katholisch.de stellt die Heiligen Drei Könige für Kinder vor.

Von Edda Görnert |  Bonn - 02.01.2020

Am Montag ist es wieder soweit: Wir feiern das Fest der Heiligen Drei Könige. In diesen Tagen verkleiden sich zahlreiche Kinder aus den Gemeinden als Caspar, Melchior und Balthasar, um durch die Straßen zu ziehen und die Häuser der Gemeindemitglieder mit den Buchstaben C+M+B zu versehen.

Die Bibel erzählt von drei Sterndeutern aus dem Osten – wir nennen es das Morgenland –, die einen besonders hellen Stern entdeckten. Der Stern war viel heller und viel strahlender als alle, die sie bisher gesehen hatten. Sie vermuteten, dass der Stern ihnen sagte, dass der König der Juden geboren sei. Da sie ihn in Jerusalem vermuteten, gingen sie dorthin, denn sie wollten das Kind ehren und ihm sagen, wie froh sie über seine Geburt waren.

"Wo ist der neugeborene König der Juden?", fragten sie König Herodes, als sie in Jerusalem ankamen. Dieser erschrak: Er wusste nichts von einem Kind – und einen anderen König wollte er in seinem Königreich schon gar nicht haben. Sofort ließ er die Weisen zusammen kommen, die ihm sagten, dass Christus in Bethlehem geboren werden soll. Seine Wut ließ er sich bei den Heiligen Drei Königen nicht anmerken und tat so, als freue er sich über die Geburt des Kindes. Er beauftragte die Drei damit, genau herauszufinden, wo das Kind geboren werde. Er gab vor, das Kind ebenfalls ehren zu wollen – eigentlich wollte er es aber töten.

Der Stern führt zu Jesus

Und so zogen die Könige los und folgten dem Stern, bis er sie schließlich in ein Haus in Bethlehem führte. Sie wussten sofort, dass sie richtig gelegen hatten: Der Stern hatte sie zu einer sehr besonderen Geburt geführt – der von Jesus. Sie hatten auch Geschenke für den Kleinen mitgebracht: Gold, weil es sehr kostbar war, die Heilpflanze Myrrhe, um das Jesuskind vor Krankheiten zu schützen und Weihrauch als Zeichen dafür, dass Gott bei Jesus ist. Sie sahen Jesus als den Sohn Gottes an und wollten ihm das mit ihren Geschenken zeigen. Danach gingen sie nicht wieder zurück zu König Herodes, um ihm zu erzählen, wo sich das Kind befand – denn Gott hatte ihnen das im Traum befohlen, um Jesus zu beschützen. Deshalb gingen sie auf einem anderen Weg wieder zurück in den Osten.

Kinder sind als Könige verkleidet und stehen an einer Haustüre.
Bild: © KNA

Auch in diesen Tagen sind die Sternsinger wieder unterwegs und gehen von Tür zu Tür.

Obwohl wir nicht genau wissen, wer und wie sie waren, nennen wir die drei Sterndeuter seit langem "Könige" und haben ihnen die Namen Caspar, Melchior und Balthasar gegeben, die Jesus an diesem 6. Januar zum ersten Mal begegneten. Deshalb ziehen viele Kinder, Jugendliche, aber auch manchmal Erwachsene als Sternsinger durch die Gemeinden. Sie haben einen Stern an einem langen Stab dabei, der an den Stern erinnert, der die Könige zum Jesuskind geführt hat. In jeder Gruppe ist ein Caspar, Melchior und Balthasar. Sie klingeln an den Türen, schreiben die Jahreszahl und C+M+B an die Hauseingänge und sammeln Geld für arme Kinder auf der ganzen Welt. Diesen Brauch gibt es mittlerweile schon seit dem Mittelalter.

Wofür die drei Buchstaben stehen

Die Buchstaben C, M und B stehen aber nicht für die Anfangsbuchstaben der drei Könige, sondern für "Christus Mansionem Benedicat", was auf Deutsch "Christus segne das Haus" heißt. Gott soll das Haus durch den Besuch der Sternsinger vor Unglück beschützen.

Das Fest der Heiligen Drei Könige wird auch Dreikönigstag oder Epiphanias genannt. "Epiphanias" bedeutet "Erscheinung des Herrn". Damit ist gemeint, dass an diesem Tag die ganze Welt durch die Heiligen Drei Könige erfuhr, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Die Knochen, die wahrscheinlich von den Heiligen Drei Königen sind, liegen bis heute in einem schönen goldenen Schrank im Kölner Dom. Viele Menschen kommen dorthin, um an Caspar, Melchior und Balthasar zu denken.

Von Edda Görnert

Linktipp: Fünf Tipps für den Sternsingerbesuch

Segen bringen, Segen sein: In den nächsten Tagen ziehen die Sternsinger wieder von Haus zu Haus. Damit der Sternsingerbesuch auch für den Hausherrn ein Erfolg wird, gibt es einige Punkte zu beachten.

Der Artikel erschien erstmals am 3. Januar 2019 und wurde am 2. Januar 2020 aktualisiert.