Weitere Besetzer verlassen Pfarrheim
Das Bistum hatte in Rücksprache mit den Behörden Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs gegen die nach wie vor nicht ausziehenden Besetzer gestellt. Kirchenasyl liegt nicht vor. Die "intensiven, stundenlangen Gespräche" mit einigen Menschen müssten als gescheitert angesehen werden, hatte es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung der Bischöflichen Pressestelle geheißen. Zunächst hätten einige von ihnen zwar den Willen zur Rückreise in die ursprüngliche Unterkunft bekundet, dann aber unerfüllbare Bedingungen gestellt. Laut Bistumssprecher gab es am Freitag weitere Gespräche der Ausländerbehörde mit zehn Personen, die aus einer Unterkunft in Baden-Württemberg stammen. Sie dürften jedoch ergebnislos verlaufen sein, wie es hieß.
Seit über einer Woche hatte Generalvikar Michael Fuchs an die Gruppe appelliert, die provisorische Unterkunft zu verlassen. Im Zusammenhang mit der Strafanzeige soll außerdem von Samstag an die kostenlose Versorgung mit Nahrungsmitteln durch das Bistum eingestellt werden. Ein Notarzt sei weiter erreichbar, hieß es. Zudem wurde darauf verwiesen, dass die ganze Gruppe oder einzelne Personen jederzeit das Pfarrheim verlassen und mit ihrer Ausländerbehörde die nächsten Schritte besprechen könnten. (KNA)
Die Verhandlungen sind gescheitert: Noch immer weigern sich 25 Geflüchtete, das Pfarrheim St. Emmeram in Regensburg zu verlassen. Nun zieht das Bistum die juristische Reißleine.