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Kölner Kardinal räumt Verfehlungen seiner eigenen Zunft ein

Woelki stört sich an "neunmalklugen" Ratgebern

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Köln - Mögen Sie Klugscheißer nicht? Dann haben Sie etwas mit Kardinal Rainer Maria Woelki gemeinsam. Der mahnte, bei Belehrungen auf den Ton zu achten - und übte dabei auch Kritik an seiner eigenen Zunft.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki stört sich an Ratgebern, die ohne Ahnung "neunmalklug daherreden". Zwar gehöre es zu den geistlichen Werken der Barmherzigkeit, Unwissende zu belehren, sagte er am Sonntag im Kölner domradio. "Nur Klugscheißen und eingebildet als Besserwisser daherreden, das ist damit natürlich nicht gemeint."

Wer einen Unwissenden lehre, müsse den richtigen Ton finden und ihm auf Augenhöhe begegnen, sagte der Erzbischof. "Auf keinen Fall darf der Ratgeber also arrogant und überheblich von oben herab reden." Der wahrhaft Weise prahle nicht selbstverliebt, betonte Woelki. Vielmehr sei es ihm "ein Herzensanliegen, andere ein wenig schlauer zu machen".

Der Erzbischof räumte ein, dass gerade Geistliche hin und wieder dazu neigten, von oben herab zu predigen. "Gerade wir Theologen glauben ja bisweilen, dass wir die Weisheit ganz alleine für uns gepachtet haben." (KNA)

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