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Wahl zum Regierungschef in Rheinland-Pfalz

Bischof Wiesemann gratuliert neuem Ministerpräsidenten Schnieder

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Gordon Schnieder
Speyer - Glückwünsche für den neuen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz: Der Speyerer Bischof Wiesemann gratuliert dem CDU-Politiker Gordon Schnieder. Was er von der neuen Landesregierung erwartet.

Der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann hat dem neuen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder (CDU; Foto) zu seiner Wahl gratuliert. Wie das Bistum Speyer am Montag mitteilte, sicherte Wiesemann der neuen Landesregierung zugleich eine weiterhin konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bistum zu.

Schnieder war am Montag vom rheinland-pfälzischen Landtag zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Er folgt auf den SPD-Regierungschef Alexander Schweitzer. Die neue Landesregierung wird von einer Koalition aus CDU und SPD getragen.

Bildung, Kitas, soziale Gerechtigkeit

Mit Blick auf die nächsten Jahre verwies der Bischof auf zahlreiche gesellschaftliche Herausforderungen. Dazu zählten faire Bildungschancen für Kinder und Jugendliche, verlässliche Rahmenbedingungen für Kitas und Schulen sowie die Verbindung von sozialer Gerechtigkeit, wirtschaftlicher Entwicklung und Klimaschutz.

Zugleich mahnte Wiesemann angesichts zunehmender politischer Spannungen einen stärkeren gesellschaftlichen Zusammenhalt an. "Echte Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen aufeinander hören, füreinander Verantwortung übernehmen und sich gemeinsam für das Wohl aller engagieren", erklärte der Bischof. Diese Haltung präge das Zusammenleben in Rheinland-Pfalz in besonderer Weise. Die katholische Kirche wolle ihre Erfahrungen weiterhin in gesellschaftliche und politische Debatten einbringen. Das Bistum sei als Träger zahlreicher Kindertagesstätten, Schulen und sozialer Einrichtungen eng mit den Menschen im Land verbunden.

Bischof Stephan Ackermann im Portrait
Auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann gratulierte Gordon Schnieder.

Auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann gratulierte Schnieder zu seiner Wahl und kündigte eine enge Zusammenarbeit ang. In seinem Schreiben wünsche Ackermann dem Politiker Gottes Segen und eine glückliche Hand bei der Ausübung seines Amtes, teilte das Bistum Trier am Dienstag mit.

"Ihrer Regierung, die von einer breiten Mehrheit getragen ist, kommt in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Umbrüche wie auch vor dem Hintergrund von besorgniserregenden radikalen Positionen eine hohe Verantwortung zu", schreibt Ackermann. Der gemeinsame christliche Glaube und das christliche Menschenbild könnten dabei ein verlässlicher Kompass sein. Zugleich warb Ackermann für einen respektvollen Umgang und gemeinsame Lösungen im Sinne eines solidarischen Miteinanders.

Dank an Vorgänger Schweitzer

Die katholische Kirche im Bistum Trier wolle gemeinsam mit gesellschaftlichen Kräften an guten Lösungen für die Menschen arbeiten, so Ackermann weiter. Der Bischof nennt dabei insbesondere die Bereiche Caritas, Gesundheitsversorgung und Bildung.

Zugleich dankt Ackermann Schnieders Vorgänger Schweitzer für dessen Einsatz in politisch und gesellschaftlich schwierigen Zeiten. Schweitzer habe sich für Demokratie, Dialog und insbesondere für soziale und karitative Themen engagiert, so der Bischof. (mal/KNA)

19.05., 13:10 Uhr: ergänzt um Bischof Ackermann.

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