Suche
Solidaritätsaktion mit Opfern der Selbstmordanschläge

Christen in Ägypten zeigen Solidarität

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

Kairo - Katholiken und Protestanten zeigen sich zu Ostern solidarisch mit der von zwei Terroranschlägen betroffenen koptischen Kirche. Derweil machte die ägyptische Armee eine Ankündigung.

Katholiken und Protestanten Ägyptens zeigen sich solidarisch mit der von Terroranschlägen betroffenen koptischen Kirche. Nach Angaben des in Kairo lebenden deutschen Priesters , Joachim Schroedel sollen zu Ostern in der dortigen Gemeinde die "äußerlichen Feierlichkeiten" jenseits der Liturgie deutlich reduziert werden. Berichte einer ägyptischen Tagszeitung, die beiden Konfessionen wollten aus Solidarität die Osterfeiern in der Nacht von Samstag auf Sonntag absagen, bezeichnete Schroedel jedoch als "Quatsch". Das habe auch der Sprecher der katholischen Bischofskonferenz Ägyptens, Rafik Greiche, bestätigt.

Durch den Terror nicht spalten lassen

Keine Stellung nahm der Priester zu weiteren Berichten der Tageszeitung, die ägyptische Armee habe angekündigt, die Wiederherstellung der beiden koptischen Kirchen zu finanzieren und zu beaufsichtigen.

Bei Anschlägen auf die koptischen Kathedralen von Alexandria und Tanta am Palmsonntag wurden 46 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt. Zu den Anschlägen bekannte sich die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS). Die Höhe des Schadens an den beiden Kirchen ist derzeit noch unklar.

Bei einem Kondolenzbesuch beim Oberhaupt der koptischen Kirche, Patriarch Tawadros II. am Gründonnerstag in Kairo betonte Ägyptens Präsident Abdel-Fattah Al-Sisi, das Land sei entschlossen im Kampf gegen den Terrorismus. Patriarch Tawadros II. rief zu Verständigung auf und sagte, das ägyptische Volk lasse sich nicht durch den Terror spalten. (gho/KNA)

14.04.2017, 12.50 Uhr: ergänzt um Statement Joachim Schroedels; an anderen Stellen gekürzt

Linktipp: Verachtet, vertrieben, vernichtet

Die Christen in den Ländern des Nahen Ostens sind in ihrer Existenz massiv bedroht. Wo einst die Wiege des Christentums stand, leben die Gläubigen heute oft in ständiger Todesgefahr.

Zum Artikel
kna-katholisch-swarm-node3 (0.013s)