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Spanier starb bei Terroranschlag vor fünf Jahren

Familie will Seligsprechung von "Skateboard-Helden" von London

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Ignacio Echeverria
London/Madrid - Er versuchte mit seinem Skateboard die Terroristen abzuwehren, ehe er getötet wurde: Der Spanier Ignacio Echeverria wurde 2017 als "Skateboard-Held" des Anschlags auf die London Bridge bekannt. Möglicherweise wird er bald auch in der Kirche verehrt.

Fünf Jahre nach dem Terroranschlag auf der London Bridge strebt die Familie des als "Skateboard-Held" bekannt gewordenen Ignacio Echeverria dessen Kanonisierung an. Wie der "Catholic Herald" am Dienstag (online) unter Berufung auf spanische Medien berichtet, starteten die Angehörigen eine Kampagne, die sich für seine Selig- und Heiligsprechung einsetzt. Der damals 39-jährige Spanier war eines von acht Todesopfern dreier islamistischer Terroristen, die am 3. Juni 2017 auf der bekannten Brücke in der britischen Hauptstadt einen Lieferwagen in Fußgänger steuerten, bevor sie Passanten wahllos mit Messern und Macheten angriffen. Die Angreifer wurden schließlich von der Polizei erschossen.

Echeverria war zur Tatzeit auf dem Rückweg von einem Skateboard-Park. Zeugenberichten zufolge versuchte er zunächst, mit seinem Skateboard einen der Terroristen abzuwehren, der wiederholt auf eine Frau einstach. Daraufhin wollte er einen weiteren Terroristen angreifen, der einen Polizisten attackierte. Schließlich wurde er von dem dritten Terroristen zweimal in den Rücken gestochen und erlag seinen Wunden. Echeverria war 2016 nach London gezogen, um bei einer Großbank zu arbeiten.

Als frommer Katholik beschrieben

Berichten zufolge wurde er von Freunden als frommer Katholik und fleißiger Messgänger beschrieben. Zudem soll er der Neffe des verstorbenen Jesuiten Antonio Hornedo, des früheren Missionsbischof des peruanischen Chachapoyas, gewesen sein. Der Madrider Weihbischof Juan Antonio Martínez Camino habe die Familie von Ignacio Echaverria bereits ein Jahr nach seinem Tod im Hinblick auf eine mögliche Seligsprechung kontaktiert. Die Einleitung des entsprechenden Prozesses ist kirchenrechtlich allerdings frühestens fünf Jahre nach dem Ableben des Kandidaten möglich.

Die Initiatoren der Kampagne für die Kanonisierung Echavarrias berufen sich dem Vernehmen nach auf ein Motu proprio, das Papst Franziskus etwa einem Monat nach dem Terroranschlag veröffentlichte. Darin wird festgelegt, dass die freiwillige Hingabe des Lebens für andere ein Grund zur Seligsprechung ist. Eine solche Tat sei "der Bewunderung würdig, welche die Gemeinschaft der Gläubigen denjenigen vorbehält, die freiwillig das Martyrium angenommen oder mit heroischer Tugend ein christliches Leben gelebt haben". Allerdings muss auch bei der Aufopferung des Lebens in einem kirchenrechtlichen Verfahren zur Seligsprechung ein Wunder nachgewiesen werden. Zudem muss der Verstorbene im Ruf der Heiligkeit und Wundertätigkeit stehen und ein Leben geführt haben, das wenigstens in einem normalen Umfang den christlichen Tugenden entsprochen hat.

Echeverria hat bereits mehrere posthume Ehrungen erhalten, darunter den spanischen Orden für zivile Verdienste und die britische Sankt-Georgs-Medaille, die Königin Elizabeth II. seinen Eltern verlieh. Außerdem wurden in Madrid und Alicante zwei Skateboard-Parks nach ihm benannt. (mal)

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