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"Mögen sich die Reisen der Hoffnung nicht mehr in Reisen des Todes verwandeln"

Flüchtlingstragödie: Papst trauert – Priester baut Kreuz aus Boot

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Pope Francis lowers his head, everything around him is dark
Rom/Steccato di Cutro - Vor einer Woche kenterte ein Flüchtlingsboot auf dem Mittelmeer. Mindestens 70 Menschen starben. Papst Franziskus erinnerte heute an die Toten. Währenddessen sorgt ein italienischer Priester mit einer besonderen Aktion für Aufsehen.

Papst Franziskus hat an das Bootsunglück mit bislang 70 ertrunkenen Migranten in Süditalien erinnert. Er wolle seinen Schmerz über diese Tragödie zum Ausdruck bringen, so das Kirchenoberhaupt beim Sonntagsgebet auf dem Petersplatz. Er bete für die vielen Opfer und ihre Familien sowie für die Überlebenden. Zugleich dankte der Papst der örtlichen Bevölkerung für die Solidarität und Aufnahme der Migranten.

Papst Franziskus forderte die Menschen auf, dafür Sorge zu tragen, dass sich solche Tragödien nicht wiederholten. "Mögen sich die Reisen der Hoffnung nicht mehr in Reisen des Todes verwandeln. Möge das klare Wasser des Mittelmeers nicht länger durch solch tragische Vorfälle blutig werden", so der Papst.

Priester baut Kreuz aus verunglücktem Migrantenboot 

Ein Priester hat aus den Überresten des verunglückten Migrantenbootes ein Kreuz angefertigt. Er habe das Holz retten müssen, um die Erinnerung zu bewahren und um zu verhindern, dass sich solch ein Massensterben wiederhole, so Francesco Loprete, Priester im Erzbistum Crotone-Santa Severina. Gegenüber dem katholischen Nachrichtendienst SIR erklärte er am Samstag, das Kreuz habe er anschließend gemeinsam mit einem Künstler angefertigt.

Das Kreuz solle an Jesus erinnern, an das rohe Holz, auf das ein unschuldiger Mensch gelegt wurde, erklärte der Priester weiter. Auch hier sei es "das Holz eines Bootes mit Unschuldigen, die für ein Verbrechen bezahlen, das sie nicht begangen haben". Für Sonntag ist ein Kreuzweg am Ort des Unglücks, in Steccato di Cutro, geplant. Danach werde das Kreuz Station in verschiedenen Pfarreien und dem Dom des Erzbistums machen.

Vergangenen Sonntag war ein Schiff mit Migranten vor der kalabrischen Küste gesunken. Bislang haben Rettungskräfte 70 Tote geborgen, die Suche nach Vermissten geht weiter. Laut den Überlebenden befanden sich etwa 180 bis 250 Menschen auf dem etwa 20 Meter langen Fischkutter aus der Türkei. Die meisten der Bootsinsassen stammten aus dem Irak, Iran, Afghanistan und Syrien. (ben/KNA)

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