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Weihnachtsbotschaft im Heiligen Land

Jerusalemer Kirchenführer warnen vor "sündhafter Welt"

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Jerusalem - Im Heiligen Land sind viele Religionen und Konfessionen versammelt - mit dem entsprechenden Konfliktpotential. Laut Erzbischof Pizzaballa, Leiter des Lateinischen Patriarchats in Jerusalem, bietet Weihnachten die Chance, das Land einmal anders wahrzunehmen.

Weihnachten bietet nach Worten des Leiters des Lateinischen Patriarchats in Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, die Chance, das Heilige Land als eine große Gemeinschaft wahrzunehmen. "Es wird deutlich und erfahrbar, dass alle dieselben Rechte und Pflichten teilen, dieselben Verantwortungen, dasselbe Leben, dass alle sich als Teil derselben Zivilgesellschaft fühlen", sagte der Italiener am Montagabend beim Weihnachtsempfang des jordanischen Königs Abdullah II. für die Kirchenführer.

Überkonsum als Sünde

In einem komplexen Nahen Osten sei dies ein Beispiel, dem es zu folgen gelte, so Pizzaballa laut Redemanuskript. Das vergangene Jahr habe das Heilige Land vor zahlreiche Herausforderungen gestellt, darunter die Wirtschaftskrise und das Problem der Arbeitslosigkeit, die viele Familien belasteten. Der Franziskaner dankte Abdullah II. für seinen Einsatz für die heiligen Stätten und die religiösen Gemeinschaften in Jerusalem, deren Zukunft "in ihren Wurzeln und in ihrer Geschichte" liege.

Erzbischof Pierbattista Pizzaballa in Jerusalem
Erzbischof Pierbattista Pizzaballa in Jerusalem

In einer gemeinsamen Weihnachtsbotschaft warnen die Führer der der 13 anerkannten Jerusalemer Kirchen außerdem vor einer sündhaften Welt und ihren Auswirkungen in Bezug auf Gott und die Schöpfung. "Krieg und Ungerechtigkeit, Entfremdung und Unterdrückung, Zerstörung und Überkonsum sind einige Formen von Sünde und Übel, die unsere Menschheit versklaven", heißt es in dem Dokument. Die Geburt Christi sei eine konstante Erinnerung an die Erlösung, die Gott durch die Transformation aller Sünde und allen Übels geschenkt habe, hieß es.

"Angesichts aller menschlichen Realitäten beten wir, dass diese heilige Weihnachtszeit allen Menschen Gerechtigkeit bringen wird", so die Botschaft weiter. Das Gebet gelte insbesondere für das Heilige Land und den Nahen Osten, damit "dieses Weihnachten die frohe Nachricht von Frieden, Gerechtigkeit und der Versöhnung aller Völker" bringe.

Franziskanerkustos und armenischer Patriarch unterzeichnen Weihnachtsbotschaft

Die Weihnachtsbotschaft unterzeichneten neben Pizzaballa weitere Kirchenführer wie der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Theophilos III., Franziskanerkustos Francesco Patton sowie der armenische Patriarch Nourhan Manougian. (gho/KNA)

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