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Erzbistum Neapel kritisiert Ausstrahlung von Mafia-Serie

Kirche: Kein Sodom und Gomorra in Italien

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Eine Silberkette mit Kruzifix liegt auf einer Pistole.
Rom - Die TV-Ausstrahlung einer Mafia-Serie stößt in Italien auf Kritik aus der katholischen Kirche. Sie zeichne kein wirklichkeitsgetreues Bild von den Vororten Neapels.

"Man erkennt diese Orte in diesem Fernseh-Gomorra nicht wieder", so Mario Di Costanzo, Bistumsbeauftragter für soziale und politische Bildung. Tatsächlich gebe es dort eine "fantastische zivilgesellschaftliche Leidenschaft, engagierte und qualifizierte Jugendliche und gewissenhafte Leute".

Scampia, ein tristes Hochhausviertel am Stadtrand Neapels, gilt als Hochburg der Camorra, der neapolitanischen Mafia. Im März 2015 hatte Papst Franziskus Scampia besucht. Das Viertel ist ein zentraler Schauplatz der TV-Serie.

Auch der Jesuit Fabrizio Valletti, der seit vielen Jahren in Scampia Sozialarbeit betreibt, warf der Serie eine verzerrte Wiedergabe der Realität vor. Sie gleiche mehr einer "amerikanischen Gangster-Serie", zitiert "Avvenire" den Ordensmann. "Die Wirklichkeit ist, auch was die Camorra anbetrifft, eine andere; die Persönlichkeiten sind anders, aber auch das kulturelle Klima und Niveau." Das Viertel Scampia wandele sich derzeit stark. (KNA)

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