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95-jähriger Priester vor Gericht

Millionenerbe für Kirche ergaunert?

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Testament (Symbolbild).
Rimini - Ein Geistlicher soll eine unzurechnungsfähige Millionärin dazu überredet haben, dem Bistum Rimini ihr komplettes Vermögen zu vermachen. Das behaupten zumindest deren Verwandte, die leer ausgingen. Nun muss ein Gericht entscheiden.

Im italienischen Rimini muss sich ein 95 Jahre alter Priester vor Gericht verantworten, weil er die Demenzerkrankung einer Millionärin ausgenutzt haben soll, um der Kirche deren Erbe zu verschaffen. Die Frau, die von dem Geistlichen seelsorgerisch betreut wurde, hatte das Bistum Rimini 2006 als Alleinerbe ihres Vermögens in Höhe von mehreren Millionen Euro eingesetzt, wie italienische Medien berichteten.

Nach dem Tod der Frau im Alter von 101 Jahren fiel das Erbe – größtenteils Immobilien - 2013 an das Bistum Rimini. Die heute 89 Jahre alte Schwester der Verstorbenen focht das Testament daraufhin an und verklagte den Priester wegen Überlistung einer unzurechnungsfähigen Person. Nach ihrer Darstellung litt die Verstorbene zum Zeitpunkt der Abfassung des Testaments bereits unter Altersdemenz.

Der angeklagte Priester bestreitet dies. Die Frau habe selbst den Wunsch geäußert, ihr Vermögen der Kirche zu vermachen. Daraufhin habe er ihre Zurechnungsfähigkeit von einem Psychiater bestätigen lassen. Die Schwester der Verstorbenen bestreitet die Hinzuziehung eines Psychiaters und fordert das Erbe für sich. (tja)

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