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Rücktritt geschah laut zuständigem Ortsbischof auf eigenen Wunsch

Nach Zeremonie für lesbisches Paar: Italienischer Pfarrer tritt zurück

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Sant'Oreste - Er trug weder liturgische Kleidung, noch fand die Feier in einer Kirche statt. Trotzdem hat ein Pfarrer in Italien sein Amt niedergelegt, nachdem er eine Zeremonie für ein lesbisches Paar gefeiert hat. Vorher gab es ein Gespräch mit dem Vorgesetzten.

Nach der Feier einer Zeremonie für ein homosexuelles Paar ist ein Pfarrer in Italien von seinem Amt zurückgetreten. Der Priester Emanuel Moscatelli hatte im Zusammenhang mit der Verpartnerung zweier Frauen im Rathaus von Sant'Oreste einer Zeremonie vorgestanden, berichtet der US-Pressedienst CNA am Dienstag. Demnach wurde Moscatelli mit der Feier von der Bürgermeisterin des Ortes beauftragt, er trug keine liturgischen Gewänder. Die beiden Frauen sind mit dem Priester befreundet.

Nachdem die Zeremonie publik wurde, verkündete der Ortsbischof von Civita Castellana, Romano Rossi, Moscatellis Rücktritt als Pfarrer. Nach einem gemeinsamen Gespräch habe er sich aus freiem Willen dazu entschlossen. Er wolle sich nun Zeit nehmen, um zu reflektieren und die "Klarheit und Freude seines priesterlichen Dienstes in der konkreten Wirklichkeit der heutigen Welt wiederzugewinnen". Rossi sagte, er habe Verständnis dafür, dass "in gewissen Umständen der Schwäche Freundschaft oder der Zeitgeist ins Spiel kommen, aber eine Verpartnerung zu feiern ist zu viel".

Ein Jahr Auszeit

Moscatelli solle sein priesterliches Leben nun auf eine neue Grundlage stellen und sich nach seinem Fehltritt erholen. "Lassen Sie uns ein Jahr warten und dann weitersehen", so Rossi. Dieses Jahr wird Moscatelli wohl in Mailand verbringen. Ob er von kirchenrechtlicher Seite Konsequenzen zu erwarten hat, ist nicht bekannt.

Homosexuelle Paare können in Italien nicht heiraten, Partnerschaften können aber eingetragen werden. Damit sind sie Ehen in einigen Punkten wie Namensrecht, Erbrecht und Sozialleistungen gleichgestellt. Die katholische Kirche lehnt gleichgeschlechtliche Ehen ab. In einem Dokument hatte etwa die Glaubenskongregation 2003 festgehalten: "Die Ehe ist heilig, während die homosexuellen Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen." (cph)

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