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Franziskus isst mit Häftlingen zu Mittag

Papst besucht Mailand

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Mailand - Papst Franziskus fühlt sich als Bischof von Rom den Italienern besonders verbunden. Daher ist er nun zu einem Kurzbesuch in Mailand. Dort wird er sein Mittagessen an einem besonderen Ort einnehmen.

Papst Franziskus hat seinen eintägigen Besuch in Mailand und im benachbarten Monza am Samstag in einer heruntergekommenen Hochhaussiedlung begonnen. In der "Weiße Häuser" genannten Wohnkaserne im Osten Mailands traf Franziskus mit drei Familien zusammen: einer Frau, die ihren schwerbehinderten Mann seit Jahren pflegt, einer Familie aus Marokko sowie einem älteren Ehepaar. Zudem sprach er mit Vertretern von Migranten, Roma und Muslimen.

Mittagessen mit 100 Häftlingen geplant

Anschließend begab sich Franziskus zum Dom von Mailand, einer der berühmtesten Kirchen Italiens. Dort betete der Papst am Grab des heiligen Karl Borromäus (1538-1584) und traf mit rund 4.000 Klerikern und Ordensleuten des Erzbistums zusammen. Im Gespräch würdigte er das Wirken von Ständigen Diakonen. Sie könnten der Kirche viel geben und die Spannungen und Segnungen des Familienlebens einbringen, sagte Franziskus. Zugleich betonte der Papst, dass Ständige Diakone nicht die Stelle eines Priesters einnehmen könnten und warnte vor einer Klerikalisierung des Amtes.

Danach begab sich Franziskus zum Mittagessen in ein Gefängnis. An einem rund 50 Meter langen Tisch aß er in der Haftanstalt San Vittore inmitten von rund 100 Straftätern Mailänder Risotto und Kotelett. "Ich fühle mich zu Hause bei euch", sagte der Papst laut der Internetseite des Erzbistums Mailand. Zuvor war Franziskus mit 80 von insgesamt knapp 900 Häftlingen des Gefängnisses zusammengetroffen. Zudem besuchte er die Abteilung für besonders geschützte Häftlinge, Transsexuelle und jene, die sich an Frauen, Kindern oder Alten vergangen haben.

Begeisterter Empfang durch zehntausende Menschen

Zehntausende bereiteten dem Papst in den Straßen Mailands einen begeisterten Empfang. Der Besuch findet unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. Insgesamt sind 2.500 Polizisten im Einsatz.

Am Nachmittag feierte Franziskus in Monza einen Gottesdienst unter freiem Himmel. Dazu waren nach Angaben des Erzbistums Mailand eine Million Gläubige erschienen. Damit handelt es sich um die meistbesuchte Messe, die Franziskus bislang in Italien außerhalb Roms gefeiert hat. (KNA)

25.03.2017, 17.00 Uhr: Ergänzt um Informationen zum Gespräch mit den Geistlichen und Gefangenen sowie zur Messe in Monza. /rom

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In der Kirche gibt es viele Arten, Gottesdienste zu feiern. Auch in Mailand gibt es eine eigene Liturgie. Die Unterschiede zum traditionellen Ritus sind zwar gering. Im Advent ticken die Uhren aber anders. (Artikel vom November 2016)

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