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Geistlicher spürte Präsenz des Bösen

Priester betet im Hotelzimmer des Todesschützen

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Polizisten sichern den Las Vegas Strip nach einem Attentat auf ein Country-Konzert ab.
Las Vegas - Das Attentat von Las Vegas beschäftigt noch viele Menschen - auch die Angestellten des Hotels, aus dem der Anschlag verübt wurde. Um ihnen zu helfen, griff ein Priester nun zu einer ungewöhnlichen Maßnahme.

Das Hotelzimmer von dem aus ein Todesschütze in Las Vegas zahlreiche Menschen getötet hat, ist von einem Priester gesegnet worden. Darum war Clete Kiley, ein Geistlicher des Erzbistums Chicago, von der Managerin des Mandalay Bay Hotels gebeten worden, berichtete das US-amerikanische Nachrichtenmagazin Newsweek am Donnerstag. Der Attentäter Stephen Paddock hatte Anfang Oktober aus einem Eckzimmer im 32. Stockwerk des Hotels auf Besucher eines Konzerts geschossen. Er tötete 58 Menschen und verletzte mehr als 500 Personen. Anschließend erschoss sich Paddock selbst.

Die Segnung fand bereits in der vergangenen Woche statt, als Kiley sich zu einem Gebet mit mehreren Hundert Hotelmitarbeitern traf. Als der Geistliche in die Nähe des Zimmers kam, konnte er nach eigenen Angaben die Präsenz des Bösen spüren: "Ich fühlte, dass ich zurückgedrückt wurde, als ob ich nicht eintreten sollte", sagte Kiley.

"Als ich in den Raum kam, fühlte ich eine wirklich tiefe Stille", so Kiley. Er sprch ein Gebet um den Schutz des Erzengels Michael und segnete das Zimmer mit Weihwasser und einem Palmzweig aus der Hotellobby. Zudem rief er den Heiligen Geist an, den Raum geistlich zu reinigen. "Ich fühlte mich vom Geheimnis des Bösen umgeben", beschrieb der Chicagoer Priester seine Erfahrungen während der Segnung. Auf dem Weg zurück in den Eingangsbereich besprengte der Priester im Vorbeigehen zudem jedes einzelne Zimmer des Stockwerks mit Weihwasser.

Auf dem Gang sah Kiley die Löcher der Schüsse, die der Attentäter Stephen Paddock auf Hotelangestellte abgegeben hatte. Blutspuren waren nicht zu erkennen, da der Teppich ausgetauscht worden war. "Es war sehr bewegend, den physischen Schaden zu sehen", fasste Kiley seine Eindrücke zusammen.

Die Angestellten fühlten sich nach der Segnung sehr erleichtert, sagte Kiley, der ein enger Mitarbeiter des Chicagoer Kardinals Blase Cupich ist. Das Hotel will auch Geistliche anderer Glaubensrichtungen zu weiteren Reinigungsriten einladen. (rom)

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