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Drei deutsche Hirten unter den Verstorbenen

157 Bischöfe und Kardinäle letztes Jahr gestorben – Papst feiert Messe

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Pope Francis in St Peter's Basilica
Vatikanstadt - Alljährlich feiert der Papst einen Gedenkgottesdienst für die in den vergangenen zwölf Monaten verstorbenen Bischöfe und Kardinäle der Weltkirche. 2022 waren es weniger als im Vorjahr, darunter auch die Namen dreier deutscher Hirten.

Papst Franziskus hat zu Allerseelen am Mittwoch im Petersdom eine Messe zum Gedenken an die in den vergangenen zwölf Monaten gestorbenen Kardinäle und Bischöfe gefeiert. Laut Vatikan starben in dem Zeitraum weltweit neun Kardinäle oder Patriarchen, zudem 148 (Erz-)Bischöfe. Unter ihnen waren aus Deutschland Wilhelm Schraml, emeritierter Erzbischof von Passau, und die ehemaligen Essener Weihbischöfe Franz Grave und Franz Vorrath. Im Vorjahr waren im selben Zeitraum 208 Bischöfe und Kardinäle gestorben.

In der Messe forderte der Papst von Christen verantwortliches Handeln anstelle von Diskussionen. Oft neigten Christen aus Bequemlichkeit dazu, Kompromisse mit dem Evangelium einzugehen, sagte er. Ob es um die Beseitigung von Hunger und Armut geht, darum, Kranken und Gefangenen nahe zu sein, die Aufnahme von Migranten: Christen würden zu Meistern der Komplexität, "die viel diskutieren, aber zu wenig tun". Franziskus rief sie zu Verantwortung auf, "statt zu kommentieren, debattieren und Theorien aufzustellen".

Stilles Gebet auf deutschem Friedhof

Im Anschluss an den Gedenkgottesdienst folgte ein Moment stillen Gebets von Papst Franziskus auf dem deutschen Friedhof am Vatikan. Der Campo Santo Teutonico neben dem Petersdom ist seit zwölf Jahrhunderten letzte Ruhestätte für deutschsprachige Pilger. Auch prominente Deutsche liegen dort begraben.

An Allerseelen erinnern Katholiken an ihre Verstorbenen. Zum Brauchtum gehören Friedhofsbesuche und das Aufstellen von Lichtern an den Gräbern von Angehörigen. Der Papst feierte in den vergangenen Jahren zu diesem Anlass Messen auf den großen Friedhöfen Roms, 2021 etwa auf dem französischen Militärfriedhof der italienischen Hauptstadt. Aber auch der US-Militärfriedhof Nettuno mit Gefallenen des Zweiten Weltkriegs oder die Priscilla-Katakomben waren schon darunter. (tmg/KNA)

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