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Zugriffe auf Themenseite Lungenkrebs stiegen

Deutsche Krebshilfe: Mehr Anfragen nach Diagnose von Papst Leo XIV.

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Papst Leo XIV. verabschiedet sich beim Verlassen der Gemelli-Klinik von Stefano Margaritora, einem der behandelnden Ärzte
Bonn - Machen Prominente ihre Krebsdiagnose öffentlich, steigt das Interesse an Informationen über die Erkrankung. So auch nach den Nachrichten über Leo XIV.

Öffentliche Krebsdiagnosen prominenter Persönlichkeiten lenken die Aufmerksamkeit auf die Erkrankung und entsprechende Hilfsangebote. Die Deutsche Krebshilfe beobachtet regelmäßig steigende Zugriffszahlen auf ihren themenbezogenen Seiten. "Das war auch im Fall von Papst Leo XIV. zu beobachten: Hier stiegen die Zugriffe auf unsere Themenseite Lungenkrebs", teilte die Organisation am Freitag auf Anfrage mit.

Papst Leo XIV. hatte am 11. Oktober beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz bekannt gegeben, dass Ärzte bei Untersuchungen einen kleinen, örtlich begrenzten Knoten in seiner Lunge entdeckt hätten. Er wurde am 13. Oktober bei einer Operation der rechte untere Lungenlappen entfernt, in dem sich ein Adenokarzinom befand. Am Mittwochabend teilte der Vatikan mit, der Papst sei krebsfrei und benötige keine weiteren Therapien.

Der Krebsinformationsdienst verzeichnet Lungenkrebs ebenfalls als ein vermehrt nachgefragtes Thema im Vergleich zum Vorjahr. Er führt diese Entwicklung allerdings darauf zurück, dass der Zugang zur Lungenkrebs-Früherkennung seit April in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen wurde. Allerdings schließt der Krebsinformationsdienst nicht aus, dass Anfragen auch auf Grund der Diagnose des Papstes erfolgten.

Ansturm nach Erkrankung von Charles III.

Ein ähnlicher Effekt zeigte sich Anfang 2024 in Großbritannien, als König Charles III. seine Krebsdiagnose öffentlich machte. Die Krebsorganisation Macmillan Cancer Support registrierte am Tag der Bekanntgabe ganze 42 Prozent mehr Aufrufe ihrer Informations- und Unterstützungsseiten als am selben Tag des Vorjahres. Bereits nach der Mitteilung im Januar 2024, dass Charles wegen einer gutartigen Prostatavergrößerung behandelt werde, war das Interesse an entsprechenden Gesundheitsinformationen deutlich gestiegen.

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