Leo XIV. würdigte am Tag seiner OP "33-Tage-Papst" Johannes Paul I.
Papst Leo XIV. hat am Tag seiner Lungen-Operation den "33-Tage-Papst" Johannes Paul I. für seinen Beitrag zum Frieden gewürdigt. Frieden sei keine abstrakte Idee und nicht allein Aufgabe politischer Verantwortungsträger, sondern beginne im familiären Umfeld, in der Schule und in der Gemeinschaft, schreibt Papst Leo in einer am Dienstag unterzeichneten Botschaft an Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, Präsident der Vatikanischen Stiftung Johannes Paul I.
Anlass des Schreibens ist eine internationale Studientagung der nach dem "33-Tage-Papst" benannten Stiftung. Am Dienstag musste sich Leo XIV. einer schweren Lungen-OP unterziehen, bei der ihm ein bösartiges Krebsgeschwür entfernt wurde. Johannes Paul I., mit bürgerlichem Namen Albino Luciani, wurde am 26. August 1978 zum Papst gewählt. Nach nur 33 Tagen im Amt starb er überraschend am 28. September mit 65 Jahren.
"Einfache, direkte Sprache"
Leo XIV. betonte in seiner Botschaft, Johannes Paul I. habe mit seiner einfachen und direkten Sprache die Bedeutung von persönlichem Engagement, Geschwisterlichkeit und Nächstenliebe hervorgehoben. Auf diese Weise könnten menschliche Beziehungen entstehen, die von Vertrauen geprägt seien. Frieden setze die Achtung der Menschenwürde und der Grundrechte sowie Solidarität zwischen den Völkern voraus. Gerechtigkeit sei dafür eine wesentliche Voraussetzung, so Leo XIV.
In einer von Konflikten erschütterten Welt bedeute Friedensförderung, Getrenntes wieder zu vereinen, Benachteiligte zu schützen, Fehler zu vergeben, einander zuzuhören und aufrichtigen Dialog zu ermöglichen. Zugleich mahnt der Papst, echte Geschwisterlichkeit brauche eine konkrete kirchliche, gesellschaftliche und politische Dimension.