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"Nicht erschrecken vor denen, die uns zu schweigen gebieten"

Papst Franziskus mahnt Christen zu Furchtlosigkeit

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Vatikanstadt - Keine Angst vor denen haben, "die uns zu schweigen gebieten, uns verleumden oder sogar unser Leben angreifen": Papst Franziskus ruft Christen zu einem mutigen Bekenntnis zu ihrem Glauben auf – und nennt ein ideales Vorbild.

Papst Franziskus ermuntert Christen zum furchtlosen Bekenntnis. "Bitten auch wir den Heiligen Geist um die Kraft, nicht zu erschrecken vor denen, die uns zu schweigen gebieten, uns verleumden oder sogar unser Leben angreifen", sagte er unter Verweis auf den Apostel Petrus am Mittwoch auf dem Petersplatz.

Das Wirken der Apostel finde nicht nur Beifall, so Franziskus. Petrus reagiere auf den Hass der Sadduzäer, der religiösen Elite in Jerusalem, mit einem Wort, das für jeden Christen bedeutsam sei: "Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen" (Apostelgeschichte 5,29).

Die ganze Existenz des Petrus sei durchdrungen von Christus, führte der Papst aus. Christus handele durch die Worte und Gesten, ja sogar durch die bloße physische Präsenz des Petrus und führe so sein Heilswerk fort. Ebenso sollten Christen darum bitten, die "liebevolle und tröstende Gegenwart des Herrn" zu erfahren.

Erinnerung an 80 Jahre Kriegsbeginn

Zudem erinnert Franziskus an den Weltkriegsbeginn mit dem Überfall Deutschlands auf Polen vor 80 Jahren. Die Kirche bete um Frieden, "damit sich die von Hass gewirkten tragischen Ereignisse nie wiederholen", sagte er bei der Generalaudienz in einem Gruß an polnische Pilger. Krieg bringe nur Zerstörung, Leiden und Tod. "Bitten wir Gott, dass Frieden herrsche in den Herzen der Menschen, in den Familien, den Gesellschaften und zwischen den Völkern", so das Kirchenoberhaupt.

Mit dem Angriff der deutschen Wehrmacht auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Die Präsidenten Polens, Deutschlands und der USA, Andrzej Duda, Frank-Walter Steinmeier und Donald Trump gedenken am Sonntag in Warschau gemeinsam des Kriegsausbruchs vor 80 Jahren. Polens Diözesanbischöfe wollen am Sonntag in ihren jeweiligen Kathedralen für die Kriegsopfer und den Frieden beten. (tmg/KNA)

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