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Anlass des internationalen Treffens ist das Heilige Jahr

Papst trifft Diakone aus aller Welt

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Papst Franziskus schaut lächelnd in die Kamera.
Vatikanstadt - Der Vatikan lädt Diakone aus aller Welt zu einem Treffen mit Franziskus ein. Die Zahl der Diakone steigt seit Jahren beständig. Am stärksten wächst sie dort, wo Weihen sonst nicht hoch im Kurs stehen.

Angaben zur Teilnehmerzahl lagen bis Freitagmittag nicht vor. Das Treffen solle den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, über "die wichtige Rolle des Diakonats" für die Förderung der Glaubensverkündigung nachzudenken, teilte der Rat mit. Das Treffen beginnt an diesem Freitagnachmittag mit einer Begegnung der Diakone und ihrer Familien. Am Samstag besuchen sie den Petersdom und passieren hierbei die Heilige Pforte. Anschließend sind Katechesen in verschiedenen Sprachen vorgesehen.

Diakone unterstützen in der Regel den Pfarrer und dürfen etwa taufen und predigen, nicht aber die Messe feiern oder Beichte hören. Die Diakonweihe ist die erste der drei Weihestufen in der katholischen Kirche. Danach können die Priester- und Bischofsweihe folgen. Seit 1968 gibt es auch sogenannte Ständige Diakone, die verheiratet sein und einen Zivilberuf ausüben dürfen. Franziskus hatte vor zwei Wochen mit der Ankündigung Aufsehen erregt, die Zulassung von Frauen zum Diakonat durch eine Studienkommission prüfen zu lassen. Damit löste er eine breite Debatte über Aufgaben und Amtsverständnis von Diakonen in der katholischen Kirche aus.

Größter Zuwachs an Diakonen in Europa

Derzeit gibt es in der katholischen Kirche nach jüngsten Angaben (2014) rund 45.000 Ständige Diakone. Seit 2005 ist ihre Zahl um ein Drittel gestiegen. Den größten Zuwachs verzeichnet Europa, wo demnach 15.000 Ständige Diakone wirken. In Deutschland gibt es derzeit (2014) gut 3.200 Ständige Diakone.

Das Wort "Diakon" bedeutet "Diener". In der römischen Kirche der ersten Jahrhunderte wirkten Diakone in der Armen- und Krankenpflege oder als Gehilfen des Bischofs in der Gemeindeverwaltung und beim Gottesdienst. Seit dem fünften Jahrhundert verlor das Amt in der römischen Kirche an Bedeutung. Es wurde zu einer Durchgangsstufe für die Priesterweihe. Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) wertete das Amt theologisch auf und führte das Ständige Diakonat ein. (KNA)

Linktipp: Die "Quertreiber"

"Diakone sind schräge Vögel, wir tragen eine Querstola“, sagt Peter Höfner und lacht. Gegenüber katholisch.de schildert Höfner, der im Erzbistum Freiburg für die Ausbildung der Ständigen Diakone zuständig ist, was diesen Beruf ausmacht.

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