Papst verzichtet auf Fronleichnamsprozession
Der Papst selbst begab sich im Auto zu der zwei Kilometer entfernten Kirche und wartete dort das Eintreffen der Prozession ab. Zum Abschluss spendete er seinen Segen.
In seiner Predigt sagt der Papst, Eucharistie bedeute, in der Gemeinschaft mit Christus zu bleiben und sich nicht zum Götzendiener herabwürdigen zu lassen. Durch die Teilnahme entstehe eine "Gemeinschaft mit den Armen, Hilfe für die Schwachen, geschwisterlichen Aufmerksamkeit".
Aufmerksamkeit auf geweihte Hostie
Einen Grund für den Verzicht des 78 Jahre alten Papstes auf die Fronleichnamsprozession nannte der Vatikan nicht. Bereits im vergangenen Jahr hatte Franziskus mit der Tradition gebrochen, dass der Papst persönlich die Prozession zu Fronleichnam leitet. Damals hatte der Vatikan auf sein dichtes Programm in den kommenden Tagen verwiesen.
Die kräfteschonende Benutzung eines umgebauten offenen Lieferwagens, wie ihn seine Vorgänger Johannes Paul II. und Benedikt XVI. benutzt hatten, lehnte Franziskus ab. Die Aufmerksamkeit der Gläubigen solle sich nach dem Wunsch des Papstes auf die Monstranz mit der geweihten Hostie konzentrieren, erläuterte Sprecher Federico Lombardi damals. 2013 hatte Franziskus den Weg zu Fuß zurückgelegt. (KNA)