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Franziskus ist sich der Risiken auf seinen Reisen bewusst

Papst will Sicherheitsvorkehrungen nicht erhöhen

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Ein schwarzer Fiat, heraus schaut die winkende Hand des Papstes
Vatikanstadt - Papst Franziskus verzichtet während seiner Reisen auf kugelsichere Autos und geschlossene Papamobile. "Vielleicht bin ich rücksichtslos", sagt er selbst. Doch er nennt Gründe für sein Verhalten.

Papst Franziskus will bei seinen öffentlichen Auftritten auch weiterhin auf kugelsichere Autos und strenge Sicherheitsvorkehrungen verzichten. Er tue das, um den Menschen nahe zu sein, sei sich aber auch der Risiken bewusst, sagt der Papst in einem neuen Buch des italienischen Autors Andrea Tornielli. Das Buch mit dem Titel "Reisen" handelt von den 17 Auslandsreisen, die der Papst seit seiner Wahl 2013 absolviert hat.

"Ich kann mich nicht dazu durchringen, mich in kugelsicheren Autos oder in geschlossenen Papamobilen mit kugelsicherem Glas zu bewegen", sagt Franziskus. Anders als seine Vorgänger fährt er meist in gewöhnlichen Autos vor. Er verstehe, dass es Sicherheitsvorkehrungen braucht und sei auch dankbar für die Sicherheitskräfte. "Aber ein Bischof ist ein Pfarrer, ein Vater, und es kann nicht zu viele Barrieren zwischen ihm und den Menschen geben", so der Papst. Aus diesem Grund habe er von Anfang an gesagt, dass er nur reisen würde, "wenn ich mit Menschen Kontakt haben könnte".

Der Papst reist nicht gerne

"Vielleicht bin ich rücksichtslos", sagt der Pontifex. Er habe jedoch keine Angst um sich selbst. Allerdings sei er immer besorgt "über die Sicherheit derer, die mit mir reisen und vor allem der Menschen, die ich in verschiedenen Ländern treffe". Es gebe stets das Risiko einer unüberlegten Handlung eines Verrückten. "Aber der Herr ist immer da."

Der Papst spricht in dem neuen Buch nicht nur über die Sicherheitsvorkehrungen. Er gestand auch, dass er eigentlich gar nicht gerne reise. Als Bischof von Buenos Aires sei er lieber in seiner Erzdiözese geblieben. "Ehrlich gesagt, nein. Ich bin noch nie gerne gereist", so Franziskus. Er hätte sich nicht vorstellen können, dass er einmal so viel unterwegs sein würde. Aber auch wenn das Unterwegssein ihn ermüde, seien es die Begegnungen mit den Menschen und deren Glaubenszeugnis wert.

Anders als früher habe er nun das Gefühl, "dass ich reisen muss, Kirchen besuchen, die Samen der Hoffnung ermutigen, die wir haben". Diese Reisen seien nicht nur körperlich anstrengend, sondern auch zeitlich aufwändig in der Vorbereitung. Nach seiner Rückkehr brauche er für gewöhnlich mindestens einen Tag, um sich zu erholen und auszuruhen. (bod)

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