Suche
Einzelne Themen könnten behandelt werden, wenn synodales Fundament gelegt sei

Teilnehmer: Weltsynode keine "private Agenda" von Papst Franziskus

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

Papst Franziskus bei der Weltsynode
Vatikanstadt - Der Weltsynode gehe es nicht um einzelne Themen, sondern um einen Kulturwandel in der Kirche, betonen Teilnehmer. In diesem Sinne sei es auch eine Fortsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzil – und keine Privatagenda von Papst Franziskus.

Teilnehmer an der Weltsynode in Rom haben erneut betont, dass bei der Versammlung nicht Einzelthemen im Vordergrund stehen, sondern die Frage nach einer neuen Haltung in der Kirche. Die Synode sei nicht dazu gedacht, Probleme zu lösen, sondern ziele darauf ab, eine Kultur der Inklusion zu schaffen, sagte Vimal Tirimanna, in Rom lehrender Moraltheologe aus Sri Lanka und theologischer Berater der Synode, laut dem US-Portal "Crux" am Montag beim Pressebriefing im Vatikan. "Diese Themen können im Laufe der Synode auftauchen, aber wir dürfen nicht vergessen, dass eine radikale Umkehr von allen Menschen in der Kirche gefordert ist, hin zu einer Kultur des Zuhörens, einer Kultur der Synodalität, einer Kultur der Inklusion."

Die Synode sei keine "private Agenda" von Papst Franziskus, sondern eine Fortsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils, so Tirimanna weiter. Es gehe um eine Erneuerung von dessen Ekklesiologie. So spiegelten etwa die Diskussionen in den Kleingruppen die Dogmatische Konstitution Lumen Gentium über die Kirche in der modernen Welt wider.

Überall brennendes Thema

"Wenn das feste Fundament des synodalen Lebens erst einmal gelegt ist, können diese Dinge darauf aufgebaut werden", sagte der Theologie mit Blick auf die Frage des Umgangs mit LGBT-Personen in der Kirche. Das sei überall auf der Welt ein brennendes Thema. Allerdings werde die Kirche, gerade in Afrika und Asien, von anderen Problemen bedrängt, etwa Armut und kriegerische Konflikte.

Zdenek Wasserbauer, Weihbischof in Prag, betonte, dass die Weltsynode über alle Schmerzen in der Kirche und in der heutigen Welt sprechen wolle. "Wir versuchen in der Synode, offen zu sein für alle Verletzungen, für alle Gruppen in der heutigen Welt". Es werde keine Entscheidung darüber geben, ob etwa homosexuelle Paare gesegnet werden können oder nicht. Stattdessen gehe es darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Kirche offen sei für jeden.

Seit dem 4. Oktober tagen in Rom Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien aus aller Welt. Dieser erste Teil der Bischofssynode zum Thema Synodalität dauert noch bis zum 29. Oktober. Ein zweiter Teil der Bischofssynode folgt im kommenden Herbst. (mal)

kna-katholisch-swarm-node2 (0.014s)