Vatikan: Familien müssen missionarischer werden
Der Vatikan fordert katholische Familien auf, ihren missionarischen Auftrag intensiver wahrzunehmen. Die Familien müssten "Protagonisten der missionarischen Verkündigung" werden, sagte Gabriella Gambino, die Untersekretärin des Familien-Dikasteriums am Sonntag dem Portal "Vatican News". Sie seien ein zentraler Aspekt des "evangelisierenden Schwungs" der Kirche, in ihnen wirke der Heilige Geist.
Gambino: Ehevorbereitung breiter aufstellen
Das werde auch bei den 1994 von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufenen Weltfamilientreffen deutlich. Hier bezeugten die Familien vor aller Welt die "Schönheit des Familie-Seins" – mit allen Möglichkeiten und Schwierigkeiten. Auch Papst Franziskus habe in seinem päpstlichen Schreiben "Amoris laetitia" die zentrale Stellung von Familien in Kirche und Gesellschaft noch einmal betont.
Gambino mahnte zudem eine breiter aufgestellte Ehevorbereitung an, die das Thema Kinder bereits mit einbeziehe. Bei potentiellen Spannungen oder Konflikten müssten Familien unterstützt werden. Das etwa durch ältere Menschen, die mit in der Familie lebten.
Die Weltfamilientreffen finden seit 1994 im Drei-Jahres-Rhythmus statt, zuletzt vor genau einem Jahr in Dublin. Das nächste Treffen wird 2021 in Rom ausgetragen. (gho)