Vier Tage nach Krebs-OP: Papst Leo hat Krankenhaus verlassen
Papst Leo XIV. ist nach seiner Krebs-Operation aus dem Krankenhaus entlassen worden. Am Samstag trat er gegen 15.30 Uhr aus dem Haupteingang der Gemelli-Klinik im Nordwesten Roms. Hunderte Menschen standen bereits seit der Mittagszeit vor dem Krankenhaus, um das Kirchenoberhaupt zu sehen. Der Papst trug wie gewöhnlich seine weiße Soutane, schüttelte einigen Personen die Hände und nahm kleine Geschenke entgegen. Dann stieg er in die dunkle Limousine, um, begleitet von Sicherheitskräften, im Wagen-Konvoi in den Vatikan zurückzukehren.
Leo XIV. (71) war am Dienstag in dem renommierten Lehrkrankenhaus der untere rechte Lungenlappen entfernt worden, wo sich ein bösartiger Tumor befand. Besondere medizinische Vorkehrungen sind laut vatikanischen Quellen derzeit nicht erforderlich.
Zunächst war von einem Klinikaufenthalt von einer Woche die Rede, doch verlief die postoperative Phase laut Vatikanangaben regulär und ohne Komplikationen. Am Samstagmorgen stimmten die behandelnden Ärzte, Luigi Carbone und Stefano Margaritora, seiner Entlassung zu. Erneute Blutuntersuchungen und radiologische Kontrollen seines Brustkorbs sowie die Beurteilung des klinischen Gesamtbildes seien entsprechend günstig.
Generalaudienz-Teilnahme noch unklar
Am Sonntag um 12.00 Uhr will Leo XIV. wie gewohnt das Mittagsgebet von seinem Arbeitszimmer hoch über dem Petersplatz leiten. Vor seiner Entlassung wollte er zudem am Samstagmittag wie bereits am Freitag eine Messe in einem dafür eigens eingerichteten Raum auf der zehnten Etage des Krankenhauses feiern.
Welche weiteren Behandlungen nun möglicherweise erforderlich werden, sollen unter anderem histologische Untersuchungen entscheiden. Deren Ergebnisse werden für die kommenden Tage erwartet. Bis einschließlich Dienstag (20. Oktober) waren alle Audienzen des Papstes abgesagt worden. Ob er die Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz wird leiten können, stand bis Samstagmittag noch nicht fest.
Als nächster großer Termin steht die Teilnahme am 40. Jahrestag des Interreligiösen Gebetes in Assisi (Mittelitalien) am 27. Oktober bevor. Vor allem stellt sich die Frage, ob Leo XIV. die geplante Südamerika-Reise vom 6. bis 17. November nach Uruguay, Argentinien und Peru mit rund 30 Ansprachen und etwa 12 Flügen wird antreten können.