Vorschlag für neues Beratergremium
Zugleich sprach er sich für die Schaffung eines "Moderatoren"-Postens an der Kurie aus. Dieser könne die Aktivitäten der Behörden koordinieren.
Im Gegensatz zum Kardinalstaatssekretär, der direkt dem Papst zuarbeite und sich mit Fragen der Weltkirche befasse, sollte dieser als eine Art "Generaldirektor" nur innerhalb der Kurie wirken, so der italienische Kardinal. Auch forderte Coccopalmerio, dass jeder Leiter eines vatikanischen Ministeriums einmal im Monat vom Papst empfangen wird. Zudem brauche es regelmäßige Treffen der Ressortchefs untereinander.
Coccopalmerio prüft Gesetzestexte
Papst Franziskus hat Mitte April ein Gruppe aus acht Kardinälen berufen, um Vorschläge für eine Kurienreform zu erarbeiten. Die Kardinäle, unter ihnen der Münchner Kardinal Marx, sollen ihn auch bei der Leitung der Weltkirche beraten.
Coccopalmerios Äußerungen haben Gewicht, weil er als Präsident des Päpstlichen Rates für die Interpretation von Gesetzestexten für die kirchenrechtliche Prüfung etwaiger Reformvorschläge mitzuständig wäre.
Der italienische Kurienkardinal wies pauschale Kritik an der römischen Kurie zurück. Einfach nur deren Verkleinerung zu fordern, sei "demagogisch". Manche Felder seien möglicherweise auch unterbesetzt. Es müsse darum gehen, die Verwaltung effizienter zu machen. (KNA)
Mehr Informationen zu der von Papst Franziskus zu seiner Beratung und für die Neuordnung der Konstitution über die römische Kurie geschaffenen Kommission finden Sie in folgenden Artikeln: Franziskus macht Ernst - Papst setzt Kardinalskommission zur Kurienreform ein Auf den Prüfstand - Kurienreform: Erste Vorschläge vom Sekretär der Kardinalskommission liegen vor "Ein Fingerzeig des Heiligen Geistes" - Kardinal Reinhard Marx zu Papstwahl und Kurienreform