1.200 Jahre Benediktiner in Münsterschwarzach

Es geht um Themen wie die eigene Gründung, Geburt, Tod, Nachfolge oder Eucharistie. Zu ihrem 1.200-jährigem Bestehen zeigen die Benediktiner in Münsterschwarach eine Ausstellung.

Ausstellung | Münsterschwarzach - 28.05.2016

Eine eigene Ausstellung zum 1.200-jährigen Bestehen des unterfränkischen Benediktinerklosters Münsterschwarzach ist bis zum 16. Oktober in der Abteikirche zu sehen. In zwölf Seitenkapellen wurden historische Objekte mit modernen Installationen und Zeichen mönchisch-missionarischen Lebens komponiert, wie die Bischöfliche Pressestelle Würzburg mitteilte.

Unter dem Titel "Glaubenszeichen in 1.200 Jahren" werden dabei Themen wie Gründung, Geburt, Tod, Nachfolge oder Eucharistie behandelt. Die Bibel wird etwa als Solarfeld dargestellt, das das Gotteslicht eingesammelt. Ein Spiegel beim Thema Heilige fragt danach, wer alles heilig sein kann. Im Altarraum findet sich eine mit Rettungsfolie vergoldete Strickleiter, die bis zum Dach reicht. Auf ihr sind Fußabdrücke von Mönchen befestigt, die in der alten Schusterei der Benediktiner gefunden wurden.

Münsterschwarzach ist eines der ältesten Klöster Frankens. Die Benediktiner prägen seit Jahrhunderten die Kultur in Mainfranken. Durch ihre Missionsarbeit, die Eigenbetriebe und viele Publikationen, vor allem von Bestsellerautor Anselm Grün, hat die Abtei weite Strahlkraft.

Das Jubiläumsjahr bezieht sich auf die Stiftungsurkunde des Grafen Megingaud und seiner Gemahlin Imma von 816. Die Benediktiner hatten zunächst ihr Kloster in Megingaudshausen in Mittelfranken, ehe sie 877 nach Münsterschwarzach übersiedelten. Deshalb wird auch das Frauenkloster in das Jubiläum einbezogen, das um 780 durch Königin Fastrada, der dritten Gemahlin Karls des Großen, in Münsterschwarzach gegründet worden war. (KNA)

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