Bischof Feige gegen AfD-Demonstration

Bischof Gerhard Feige hat sich mit dem BDKJ deutlich gegen die für heute in Magdeburg geplante Demonstration der "Alternative für Deutschland" (AfD) gewandt: "Wir distanzieren uns von den sogenannten 'Verteidigern des christlichen Abendlandes'".

Rassismus | Magdeburg - 14.10.2015

Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige hat sich nachdrücklich gegen die an diesem Mittwoch in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt geplante Demonstration der "Alternative für Deutschland" (AfD) gewandt. "Wir verurteilen ausdrücklich den geplanten Aufmarsch der AfD", erklärte Feige zusammen mit dem Diözesanverband des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). "Wir distanzieren uns von den sogenannten 'Verteidigern des christlichen Abendlandes'".

Bischof und BDKJ kritisieren, dass sich "rassistisches Gedankengut unter dem Deckmantel der 'Besorgnis vor Überfremdung' als gesellschaftsfähig etabliert hat". Wörtlich heißt es in der Erklärung weiter: "Wir mahnen alle Bürgerinnen und Bürger, nicht aus Verunsicherung und Angst auf diese Parolen hereinzufallen." Sowohl vor dem christlichen als auch vor einem humanistischen Hintergrund müsse den Flüchtlingen dringend geholfen werden. Unabhängig von Grund und Verlauf hätten alle das Recht auf Hilfe und auf Prüfung ihres Asylantrages.

Feige und die katholische Jugend räumen ein, "dass unsere etablierten Hilfssysteme an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit kommen". Dennoch sei es unabdingbar, die Menschenrechte zu wahren. Eine Diskussion darüber, ob geholfen werde, sei durch die Verankerung des Rechts auf Asyl im Grundgesetz hinfällig. (KNA)

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