Kontroverse um ehemaligen Posener Erzbischof

Bei der Feier des 1050. Jahrestags der Christianisierung Polens steht nach Medienberichten möglicherweise auch ein wegen Missbrauchsvorwürfen mit einem Predigtverbot belegter Bischof mit am Altar. Die Bischofskonferenz sieht darin kein Problem.

Missbrauch | Posen - 12.04.2016

Bei der Feier des 1050. Jahrestags der Christianisierung Polens steht nach Medienberichten möglicherweise auch ein wegen Missbrauchsvorwürfen mit einem Predigtverbot belegter Bischof mit am Altar. Der ehemalige Posener Erzbischof Juliusz Paetz war 2002 beschuldigt worden, Seminaristen sexuell missbraucht zu haben. Er wies die Vorwürfe zurück, verzichtete aber auf sein Amt. Der Vatikan erteilte ihm zusätzlich ein Predigtverbot.

Die polnische Kirche selbst äußerte sich nicht präzise zu der Frage, ob Paetz an der Festmesse am Freitag in Posen (Poznan) beteiligt sein wird. "Jeder Priester, der nicht suspendiert ist, kann die Messe abhalten", sagte Pawel Rytel-Andrianik, der Sprecher der katholischen Bischofskonferenz, am Dienstag im Nachrichtensender TVN24. Ein Sprecher des Bistums Posen sagte, auch "Seniorbischöfe" seien an dem Festgottesdienst zur "Taufe Polens" beteiligt.

"Und warum nicht?" fragte Paetz, als er am Dienstag von Journalisten von TVN24 in seiner Wohnung auf der Posener Dominsel aufgesucht wurde. Wer Probleme mit seiner Teilnahme an dem Festgottesdienst habe, "soll an den Heiligen Vater schreiben". (dpa)

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