Positive Bilanz zum Kirchenasyl

Die Kirchen und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wollen ihr gemeinsamenes Vorgehen bei strittigen Fällen des Kirchenasyls auch in Zukunft weiterführen. Die neue Form der Koordination war erst im Februar eingeführt worden.

Flüchtlinge | Berlin - 17.12.2015

Die Kirchen und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) haben eine positive Bilanz ihres gemeinsamen Vorgehens bei strittigen Fällen des Kirchenasyls gezogen. In einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme sprachen sich das BAMF, die EKD und die Deutsche Bischofskonferenz für eine Weiterführung aus. Das Bundesamt und die Kirchen hatten im Februar vereinbart, neue Formen der Koordination zu prüfen.

Demnach reichten in der neunmonatigen Phase - an der auch evangelische Freikirchen teilnahmen - kirchlichen Ansprechpartner in 300 Einzelfällen entsprechende Dossiers ein. Dabei sei es fast ausschließlich um Überstellungen nach der Dublin-Verordnung gegangen. Sie regelt, welcher europäische Staat für das Asylverfahren zuständig ist. In 142 dieser Fälle habe sich das Bundesamt zuständig für das Verfahren erklärt. Für weitere 60 Menschen habe man noch vor Beginn eines Kirchenasyls eine Lösung gefunden. Die noch offenen Fälle würden derzeit geprüft. (KNA)

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"Sie sind unsere Brüder und Schwestern": Migrationsbischof Norbert Trelle über die Themen Kirchenasyl und Fremdenfeindlichkeit. (Archivvideo vom Februar 2015).
 katholisch.de

Von KNA

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