Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen hochrangigen Priester der Diözese Würzburg, dem sexueller Missbrauch einer Minderjährigen vorgeworfen wird. Dabei geht es vor allem um die wahrscheinliche Verjährung des Geschehens, das sich 1988 zugetragen haben soll.

Missbrauch | Würzburg - 29.03.2016

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen hochrangigen Priester der Diözese Würzburg, dem sexueller Missbrauch einer Minderjährigen vorgeworfen wird. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk. Dabei geht es laut BR vor allem um die wahrscheinliche Verjährung des Geschehens, das sich im Jahr 1988 zugetragen haben soll. Der "Spiegel" hatte am Wochenende über den Fall berichtet. Betroffen ist ein damals 17-jähriges Mädchen.

Die Staatsanwaltschaft prüfe, "ob und welche Straftaten im Raum stehen und natürlich auch damit, inwieweit diese im Hinblick auf etwaige Verjährungsfragen noch verfolgbar sind", sagte Raufeisen dem BR. Der unabhängige Missbrauchsbeauftragte des Bistums, Klaus Laubenthal, rechnet laut dem Sender damit, dass eine Verjährung festgestellt wird.

Das Bistum hatte die "Spiegel"-Darstellung zurückgewiesen, wonach die Diözese den beschuldigten Geistlichen geschützt habe. In einer Stellungnahme bestätigte die Diözese, dass es nach dem Missbrauchsvorwurf innerkirchliche Ermittlungen gab. Diese seien im Dezember 2015 auf Anweisung der vatikanischen Glaubenskongregation eingestellt worden. Eine Voruntersuchung hatte ergeben, dass der Vorwurf aus Mangel an Beweisen "begründet nicht aufrechterhalten werden kann". (KNA)

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Das Bistum Würzburg hat einen "Spiegel"-Bericht zurückgewiesen, wonach die Diözese einen des sexuellen Missbrauchs beschuldigten Geistlichen geschützt hat.

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