US-Priester: Nachfrage nach Exorzismus steigt

Etwa 20 Anfragen nach einem Exorzismus bekäme er pro Woche, berichtet ein US-amerikanischer Priester. Er vermutet, dass es mehr werden könnten - und hat dafür eine einfache Erklärung.

Glaube | Brownsburg - 06.11.2016

Von einer Rekordhöhe bei Anfragen nach einem Exorzismus berichtet ein Priester aus dem US-amerikanischen Bundesstaat Indiana. Das hänge mit der steigenden Zahl an Menschen zusammen, die dem Glauben den Rücken zuwendeten: "Glaube an Gott führt uns in die eine Richtung, mangelnder Glaube in die andere", sagt er im Interview mit der Nachrichtenseite "RTV6News". Es scheine eine Verbindung zu geben zwischen Menschen, die meinten, in ihrem Leben auf das Böse zu treffen, und dass zur gleichen Zeit der Glaube weniger relevant werde. Priester Vincent Lampert ist ein vom Bischof beauftragter Exorzist in Brownsburg.

Etwa 20 Anfragen nach einem Exorzismus bekäme er pro Woche, erzählt Lampert in dem Interview. Aber nur bei zehn Prozent der Anfragen bräuchte es einen Exorzisten. Bei den meisten tatsächlichen Fällen genügten weniger intensive Befreiungsgebete. Bisher habe er drei Exorzismen durchgeführt, die mit dämonischer Besessenheit einhergingen. Die steigende Nachfrage macht Lampert an Zahlen fest: Danach habe es 2005, als er angefangen habe, zwölf Exorzisten in den USA gegeben. Heute seien es 50 - und er sei sicher, es würden noch mehr. (jhe)

Linktipp: "Nur Unwissende halten dämonische Kräfte für Märchen"

Der Kölner Prälat Helmut Moll ist Beauftragter des Erzbistums Köln für Selig- und Heiligsprechungen und Experte für Exorzismus. Im Interview spricht er über ein falsches Verständnis und die biblischen Grundlagen der Dämonenaustreibung.

Zum Artikel

RSS-Feeds  |  Impressum  |  Über uns  |  Datenschutz  |  © 2018