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Veranstalter bekräftigen Nein zur AfD-Teilnahme

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken hat unter dem Eindruck der aktuellen Debatte um Aussagen der AfD bekräftigt, keinen Vertreter der Partei im Programm des Katholikentags im Mai in Leipzig mitwirken zu lassen.

Katholikentag | Leipzig - 02.02.2016

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat seinen Beschluss bekräftigt, keinen Vertreter der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) im Programm des 100. Deutschen Katholikentags (25. bis 29. Mai) in Leipzig mitwirken zu lassen. "Durch die aktuellen Wortbeiträge der AfD in der Flüchtlingsdebatte sehen wir uns in dieser Entscheidung noch einmal bestärkt", sagte der Sprecher Theodor Bolzenius am Dienstag dem Internetportal kirchensite.de.

Die Entscheidung gegen die AfD habe die Katholikentagsleitung bereits Mitte November nach intensiven Beratungen getroffen, sagte Bolzenius. Er betonte zugleich, der Zuzug von Flüchtlingen und die Sorgen vieler Bürger in dem Zusammenhang würden beim Katholikentag natürlich auf Diskussionspodien thematisiert. Eine mögliche Einladung von AfD-Vertretern war im ZdK und im gastgebenden Bistum Dresden-Meißen diskutiert worden.

Auch auf der "Katholikentagsmeile" der Verbände werde sich die AfD nicht präsentieren, sagte Bolzenius. Nachdem der städtische Zuschuss für den Katholikentag in Leipzig stark umstritten war, hatte das ZdK erwogen, die Stadtgesellschaft in die "Katholikentagsmeile" einzubinden. Von 60 angeschriebenen Organisationen hatten aber nur drei Interesse bekundet, darunter die Ratsfraktionen von AfD und SPD. Das sei in keiner Weise repräsentativ für die Stadtgesellschaft, so Bolzenius. Daher würden nun gar keine Leipziger Initiativen Stände auf der "Katholikentagsmeile" aufbauen. (KNA)

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