Von Sünden und Beichten

"Ex-Radprofi Armstrong legt Doping-Beichte ab", "Interview mit Doping-Sünder" - die Berichterstattung über das Doping-Geständnis von Lance Armstrong ist gespickt mit religiösen Begriffen. Katholisch.de erklärt, was diese Begriffe bedeuten.

Fernsehen | Bonn - 18.01.2013

"Ex-Radprofi Armstrong legt Doping-Beichte ab", "Interview mit Doping-Sünder" - die Berichterstattung über das Doping-Geständnis des ehemaligen Radprofis Lance Armstrong gestern Abend in der US-Talkshow von Oprah Winfrey ist gespickt mit religiösen Begriffen. Katholisch.de erklärt, was diese Begriffe aus kirchlicher Sicht bedeuten:

Buße

Als Buße wird die Abkehr von der Sünde und die Zuwendung zu Gott bezeichnet. Sie ist ein ständiger Vorgang im Leben eines Christen. Das Sakrament der Buße schenkt dem getauften Christen, der seine Schuld bereut und sie vor einem Priester bekennt, die Vergebung seiner Sünden.

Beichte

Der Begriff "Beichte" kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet übersetzt "Aussage". Als Beichte wird das persönliche Bekennen und Bereuen von Schuld gegenüber einem Priester bezeichnet. Sie ist Teil des Sakraments der Buße. Jeder getaufte Katholik ist verpflichtet, einmal im Jahr in der österlichen Zeit das Bußsakrament zu empfangen.

Erlösung

Als Erlösung wird nach kirchlichem Verständnis die Befreiung des Menschen von der Macht der Erbsünde bezeichnet. Die katholische Kirche vertritt den Glauben, dass der Mensch sich nicht aus eigener Kraft erlösen kann, sondern auf Gottes Heilstat durch die Menschwerdung, den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu Christi angewiesen ist.

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Was bedeutet Beichten? Ein Beitrag der Serie "Katholisch für Anfänger".
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Sühne

Die Sühne bezeichnet den Akt, durch den ein Mensch, der gesündigt hat, sich wieder mit Gott versöhnen lässt.

Sünde

Im Gegensatz zur Erbsünde ist die Sünde ein bewusstes Denken und Handeln eines Menschen, durch das sein Verhältnis zur Schöpfung und zum Schöpfer gestört wird. Ein Beispiel dafür kann die vorsätzliche Missachtung des Willens Gottes sein. Der Ursprung des Begriffs ist nicht genau bekannt; vermutlich hängt er mit "sich absondern" zusammen, weil Sünde die Beziehung zu Gott und den Menschen stört und zu Vereinzelung und Einsamkeit führt. Minderschwere Sünden nennt man "lässlich".

Vergebung

Nach katholischer Auffassung haben bestimmte geistliche Übungen im Hinblick auf lässliche Sünden vergebende Wirkung. Das gilt beispielsweise für das Mitfeiern der Heiligen Messe, das Hören des Evangeliums, den Empfang der Heiligen Kommunion, die Teilnahme an einer Bußandacht, Beten oder Fasten. Schwere Sünden und Todsünden allerdings bedürfen der Absolution im Bußsakrament.

Buchtipp: Katholisch A-Z

Die Inhalte dieses Artikels sind dem Buch "Katholisch A-Z. Das Handlexikon" von Manfred Becker-Huberti und Ulrich Lota entnommen.

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Von Steffen Zimmermann

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