Fünf Gründe, über den Tod nachzudenken

Für viele Menschen liegt es nicht gerade nahe, über das Sterben nachzudenken. Katholisch.de nennt fünf gute Gründe, warum es dennoch sinnvoll ist, die Gedanken an das eigene Lebensende besser nicht aufzuschieben, sondern sich frühzeitig damit zu befassen.

Lebensende | Bonn - 07.04.2016

Auf welche Weise werde ich sterben? Darüber machen sich wohl die wenigsten gerne Gedanken. Katholisch.de nennt fünf gute Gründe, warum es dennoch sinnvoll ist, die Gedanken an das eigene Lebensende besser nicht bis ins Alter aufzuschieben, sondern sich lieber frühzeitig mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Weil es von Angst befreien kann

Werde ich Schmerzen haben? Werde ich einsam sein? Werde ich bei mir zuhause sterben können? Solche Fragen stellen sich viele in Verbindung mit ihrem Lebensende. Nicht alles lässt sich regeln, aber für bestimmte Fälle kann jeder Vorsorge treffen: Wollen Sie zum Beispiel nicht künstlich ernährt oder nicht wiederbelebt werden, können Sie das in einer sogenannten Patientenverfügung festhalten. Auch, wer ihr Betreuer werden oder ihre Vertretung zum Beispiel bei Bankgeschäften übernehmen soll, können Sie festlegen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Wünsche, sollten Sie sich nicht mehr dazu äußern können, unzweifelhaft klar sind. Wer weiß, dass er bis zu seinem Tod nach seinen Vorstellungen leben und in Würde sterben kann, kann dem Tod etwas gelassener entgegensehen.

Weil man nie zu jung ist

Unabhängig vom Alter kann jeder in eine lebensgefährliche Situation kommen. Deswegen lohnt es sich, schon früh darüber nachzudenken - und Vorsorge zu treffen. Auch, wenn man keine Patientenverfügung ausfüllen möchte: Es ist für jeden sinnvoll, seine Passwörter und Zugangsdaten für Computer, Smartphone und Online-Accounts in einer Notfallmappe zu hinterlegen und diese sicher aufzubewahren. Davon profitieren nicht nur Sie, wenn einmal Ihre Festplatte den Geist aufgeben sollte, sondern auch Ihre Angehörigen, sollten die Ihren digitalen Nachlass verwalten müssen.

Dossier: Die letzten Dinge regeln

Vieles, was sich am Ende unseres Lebens abspielt, entzieht sich unserem Einfluss. Einiges lässt sich jedoch gut vorab regeln. Katholisch.de wird in den nächsten Tagen in dem Dossier Tipps und Hilfen zur Todesfallvorsorge veröffentlichen.

Zum Dossier

Weil es Ihnen nicht egal sein sollte

Eine Patientenverfügung, ein Testament oder schriftliche Wünsche, was die Gestaltung des Begräbnisses und der Trauerfeier angehen, können den Angehörigen den Abschied erleichtern: Sie müssen sich dann in einer Zeit der Trauer nicht auch noch mit schwierigen Entscheidungen, wie zum Beispiel über eine mögliche Organspende, auseinandersetzen. Wenn Sie Ersparnisse haben, sollten Sie außerdem beizeiten über eine Geldanlage nachdenken: Ein Begräbnis kostet schnell mehrere tausend Euro. Das kann für Hinterbliebene zu einer großen finanziellen Bürde werden.

Weil es hilft, auch den Tod anderer besser zu akzeptieren

Der Tod eines geliebten Menschen ist ein erschütterndes Ereignis. Es trifft Sie vielleicht weniger unvorbereitet, wenn Sie das Thema Sterben nicht gänzlich verdrängen, sondern sich schon einmal mit Ihrem eigenen Tod auseinandergesetzt haben. Vielleicht fühlen Sie sich auch wohler, sich mit einem Ihnen nahestehenden Menschen darüber auszutauschen.

Weil es die Kostbarkeit des Lebens betont

Wer über den Tod nachdenkt, macht sich gleichzeitig bewusst, wie zerbrechlich und vergänglich das Leben ist. Das hilft, mehr im Jetzt zu leben und den Moment zu genießen - und auch, sich nicht in Grübeleien über das Lebensende zu verlieren, das sich sowieso nicht beeinflussen lässt.

Von Johanna Heckeley

Impressum  |  Über uns  |  Datenschutz  |  © 2017