Wo liegen die Vorteile der Kirchensteuer?

Die Kirchensteuer macht die Kirchen unabhängig vom Staat. Sie können Angebote machen, die sonst der Staat übernehmen müsste...

Kurzinfo | Bonn - 06.01.2015

Die Kirchensteuer macht die Kirchen unabhängig vom Staat. Sie können Angebote machen, die sonst der Staat übernehmen müsste. Zum Beispiel finanzieren die Kirchen Kindergärten und Schulen, Krankenhäuser und Altenheime.

Wenn die Kirche - wie etwa in den USA - rein über Spenden finanziert wird, spielt das Eintreiben von Spenden in vielen Predigten und Aktionen der Gemeinden eine sehr wichtige Rolle. Großzügige Spender erhalten mehr Einfluss auf Kirchenentscheidungen als Kirchenmitglieder, die weniger geben können.

Wird die Kirche durch den Staat finanziert, wächst die Gefahr einer Abhängigkeit, das heißt, der Staat kann sich ohne weiteres in kircheninterne Entscheidungen einmischen.

In Italien wird die Kirche aus einer allgemeinen Sozial- und Kultursteuer finanziert. Das bedeutet, dass die Steuerzahler entscheiden können, ob ihr Beitrag dem Staat oder der Kirche zugute kommen soll. Für die Kirche entsteht auf diese Weise eine große Planungsunsicherheit, die sich auf soziale Einrichtungen und Institutionen überträgt.

Da der Staat gegen eine Gebühr die Kirchensteuern einzieht, kann die Kirche Kosten sparen. Ein eigenes Einzugssystem wäre teurer.

Von Janina Mogendorf

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