Die beliebtesten Lieder und Gedichte zu Nikolaus

"Lasst uns froh und munter sein ..." Dieser Klassiker wird jedes Jahr rund um den 6. Dezember gesungen. Aber wissen Sie, wie es in der zweiten Strophe weiter geht? Nein? Wir machen Sie textsicher!

Nikolaus | Bonn - 04.12.2016

Die Zeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest beginnt. Ein Höhepunkt ist am 6. Dezember das Nikolausfest. In Gedenken an die Legende der Bischofs von Myra singen vor allem Familien mit Kindern zur Vorberietung bekannte Lieder oder lernen Gedichte auswendig. Hier gibt es Last-Minute-Vorbereitung.

Lasst uns froh und munter sein

Das Lieb beschreibt die Vorfreude von Kindern auf das Nikolausfest und entstand im 19. Jahrhundert.

Lasst uns froh und munter sein
und uns recht von Herzen freun.
Lustig, lustig, traleralala,
bald ist Nikolausabend da,
bald ist Nikolausabend da!

Dann stell ich den Teller auf,
Niklaus legt gewiss was drauf.
Lustig, lustig, traleralala ...

Wenn ich schlaf, dann träume ich:
Jetzt bringt Nikolaus was für mich.
Lustig, lustig, traleralala ...

Wenn ich aufgestanden bin,
lauf ich schnell zum Teller hin.
Lustig, lustig, traleralala ...

Niklaus ist ein guter Mann,
dem man nicht genug danken kann.
Lustig, lustig, traleralala ...

Sei gegrüßt lieber Nikolaus

Das Lied vom bekannten Kindersänger Detlev Jöcker entstand in den 90er Jahren und begleitet viele Kinder bis heute. Jöcker ist Botschafter des deutschen Kinderliedes und komponierte in den vergangenen 20 Jahren viele religiöse Kinderlieder. Lange war er Mitglied der Ökumenischen Textautoren- und Komponistengruppe der Werkgemeinschaft Musik e.V. und der AG Musik in der Ev. Jugend e.V.

Der Nikolaus ist hier,
schon klopft es an der Tür.
Wir rufen laut: Herein!
Da tritt er bei uns ein.

Sei gegrüßt lieber Nikolaus!
Wieder gehst du von Haus zu Haus
alle Kinder lieben dich
warten schon und freuen sich.
Teilst du dann deine Gaben aus
Danke schön, danke schön, lieber Nikolaus.

Der Nikolaus ist hier,
hat jemand Angst vor mir?
Wir rufen ganz laut: Nein
Da komm ich gern herein!

Sei gegrüßt...

Du bist ein lieber Mann
das sieht dir jeder an
siehst wie ein Bischof aus,
wie Bischof Nikolaus.

Sei gegrüßt...

Musst du dann weiter gehen
und sagst: Auf Wiedersehen
gehen wir mit bis zur Tür
und alle winken dir.

Sei gegrüßt...

Guten Tag ich bin der Nikolaus

Im Jahr 2001 erschien das Lied von Rolf Zuckowski gemeinsam mit seinem Bilderbuch und der Instrumental-CD „In der Weihnachtsbäckerei“. Der bekannte Komponist für Kinderlieder gewann im Jahr zuvor den Deutschen Musikpreis für seine Werke für die Kindergenerationen.

Guten Tag, ich bin der Nikolaus.
Guten Tag, guten Tag.
Guten Tag, guten Tag.
Mit dem Sack geh ich von Haus zu Haus.
Guten Tag, guten Tag.
Guten Tag, guten Tag.
Es gibt viel zu tun,
es gibt viel zu tun,
ich hab' keine Zeit, mich auszuruhn.
Guten Tag, ich bin der Nikolaus.
Guten Tag, guten Tag.
Guten Tag, guten Tag.

Wie der Wind zieh ich durch's ganze Land.
Wie der Wind, wie der Wind.
Wie der Wind, wie der Wind.
Und am liebsten bleib´ich unerkannt,
wie der Wind, wie der Wind,
wie der Wind, wie der Wind.
Stellt die Stiefel raus,
stellt die Stiefel raus,
und dann freut Euch auf den Nikolaus!
Guten Tag, ich bin der Nikolaus.
Guten Tag, guten Tag.
Guten Tag, guten Tag.

Heute Nacht, wenn alle schlafen gehn,
heute Nacht, heute Nacht,
heute Nacht, heute Nacht,
könnt ihr mich in euren Träumen sehen,
heute Nacht, heute Nacht,
heute Nacht, heute Nacht.
Bis der Morgen graut,
bis der Morgen graut,
und ihr fröhlich in die Stiefel schaut.
Guten Tag, ich bin der Nikolaus.
Guten Tag, guten Tag.
Guten Tag, guten Tag.

Von draus vom Walde komm‘ ich her

Eines der bekanntesten Weihnachtsgedichte stammt von Theodor Storm. Es geht auf das  Jahr 1862 zurück, als der Dichter aus politischen Gründen in das thüringische Heiligenstadt zog. Heute sagt der Nikolaus dieses Gedicht traditionell auf, wenn er Kindergärten und Familien besucht.

Von draußen, vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Überall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein blitzen,
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.

Und wie ich strolch' durch des finstern Tann,
da rief's mich mit heller Stimme an:
"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell´,
heb deine Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
Alt und Jung sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn,
und morgen flieg ich hinab zur Erden;
denn es soll wieder Weihnachten werden!"

Ich sprach: "Oh lieber Herre Christ,
meine Reise fast zu Ende ist;
ich soll nur noch in diese Stadt,
wo's eitel gute Kinder hat."

"Hast denn das Säcklein auch bei dir?"
Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier;
denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
essen fromme Kinder gern."

"Hast denn die Rute auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
doch für die Kinder nur, die schlechten,
die trifft sie auf den Teil den rechten!"

Christkindlein sprach: "So ist es recht;
so geh mit Gott, mein treuer Knecht!"
Von draußen, vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich's hier innen find!
sind's gute Kind, sind's böse Kind?

Kindergedichte

Traditionell tragen Kinder dem Nikolaus Gedichte vor, bevor sie Geschenke bekommen.

Lieber heiliger Nikolaus
Lieber heiliger Nikolaus,
komm doch heut in unser Haus,
Lehr uns an die Armen denken,
laß uns teilen und verschenken,
Zeig uns, wie man fröhlich gibt,
wie man hilft und wie man liebt.

Sankt Nikolaus
Sankt Nikolaus,
dich schickt das liebe Christkind schon
vom Himmel auf die stille Erde,
den guten Kindern bringst du Lohn
und sagst uns, dass bald Weihnachten werde.
Du stehst am Tor der Segenszeit
und stellst ein Licht in dunkle Tage;
du machst der Menschen Herz bereit,
auf dass es froh und laut und weit
dem Krippenkind entgegenschlage.

Wir grüßen dich im ganzen Haus
Wir grüßen Dich im ganzen Haus
Du bist der Bischof Nikolaus!
Ein heil´ger Mann von Gott gesandt,
wir sehn´s an Deinem Festgewand.

Warst Bischof vor viel hundert Jahren,
als noch nicht so viel Christen waren.
In einer Stadt, gar weit entfernt
hast anderen Christ sein gelernt.

Du liebtest alle Menschen sehr
was Du besaßest, gabst Du her
an Arme, Kranke und an Sünder,
am liebsten waren Dir die Kinder.
Zu ihnen ziehts dich heut noch hin,
am liebsten zum Adventsbeginn.

Von Julia Martin

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