Frauenseelsorge

Umwälzungen im Arbeitsleben, Veränderungen im Leben mit Kindern, Hinterfragen von Geschlechterrollen: In einer Zeit tiefgreifender Umbrüche fragen Frauen heute verstärkt nach neuen Lebensperspektiven. Hier verortet sich die Frauenseelsorge.

Seelsorge von A-Z | Bonn - 07.01.2015

Umwälzungen im Arbeitsleben, Veränderungen im Generationen- verhältnis und im Leben mit Kindern, Hinterfragen von Geschlechterrollen: In einer Zeit tiefgreifender Umbrüche fragen Frauen heute verstärkt nach neuen Lebensperspektiven. Als Kulturschaffende wollen sie ihre Anliegen, Kompetenzen und Standpunkte in alle Bereiche der Gesellschaft einbringen.

In diesem bewegten Feld verortet sich die katholische Frauenseelsorge. Im Blick auf das vielfältige Leben von Frauen bringt sie Perspektiven des Evangeliums ins Spiel und entdeckt das Evangelium im Licht heutiger Erfahrungen von Frauen.

"Die Kirche kann gewinnen, wenn sie Frauen gewinnt", betonte einmal Kardinal Georg Sterzinsky, der verstorbene ehemalige Vorsitzende der Unterkommission Frauen in Kirche und Gesellschaft.

Spiritualität als Quelle des Lebens ist der Frauenseelsorge ein durchgängiges Anliegen. Sie vertieft die Kenntnisse von Frauen bezüglich der Sakramente, arbeitet beim ökumenischen Weltgebetstag der Frauen mit, entwickelt Wortgottesfeiern und gestaltet Angebote, die Menschen an der Schwelle von Kirche ansprechen. Die Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen, die Heiligen Gertrud von Helfta, Elisabeth von Thüringen oder Mechthild von Magdeburg sind beredte Zeuginnen der spirituellen Geschichte, die auch in Frauenklöstern ihre Fortsetzung findet.

Von Armut mit ihren vielen Gesichtern sind viele Frauen und Kinder hart betroffen. Aufgabe von Frauenseelsorge ist es, Ursachen zu benennen und auf ihre Beseitigung hinzuwirken. Armut ist eine Form von Gewalt, die weltweit häufig zum Tod führt. In Kooperation von Frauen und Männern geht es darum, Gewalt zu überwinden und ein Leben im Zeichen von Frieden und Gerechtigkeit zu ermöglichen.

Einen verwandten Schwerpunkt bildet die Arbeit mit Alleinerziehenden. In den Diözesen und von Verbänden werden Treffpunkte, Gruppen, Bildungswochenenden oder Freizeiten für Alleinerziehende angeboten.

Die hauptamtliche Arbeit der Frauenseelsorge steht auch im Dienst der ehrenamtlichen Tätigkeit von Frauen und Männern. Sie eröffnet Räume der Information, Vernetzung und Kommunikation, die Kräfte bündelt und Orientierung ermöglicht. Qualifikationsangebote der Frauenseelsorge zielen darauf, dass Ehrenamtliche ihre Arbeit kompetent, situationsgerecht und verantwortlich ausüben können.

Zukunftsfähigkeit gewinnt die Kirche auch in der religiösen Erziehung, die Frauen und Männer in den Familien und in den Gemeinden vor Ort leisten. Frauenseelsorge fördert die Sprachfähigkeit, die Christen für die Erziehung ihrer Kinder benötigen. (mwi/hke)

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Frauenverbände und -gruppen

Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Frauenverbände und -gruppen ist als freier Zusammenschluss von derzeit 23 Frauenverbänden bundesweit tätig. Hierzu gehören die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), die mit rund 600.000 Mitgliedern in 5.700 pfarrlichen Gruppen der größte Frauenverband und der größte katholische Verband Deutschlands ist, sowie der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) mit rund 220.000 Mitgliedern, der 1903 mit dem Schwerpunkt "Frauenbildung" gegründet wurde und sich heute besonders für die Bewahrung der Schöpfung engagiert.

Internetexerzitien für Frauen

Diese Internetexerzitien richten die Aufmerksamkeit speziell auf die Glaubens- und Lebensfragen von Frauen. Hier entscheiden die Teilnehmerinnen selbst, wann, wo und wie intensiv sie ihre geistlichen Übungen machen.

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