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"Nun ist es an der Zeit, ..."

Caritas-Präsidentin Welskop-Deffaa plädiert für Bundespräsidentin

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Passau - Nach 77 Jahren nun mal eine Frau? Schon viele Stimmen haben sich dafür ausgesprochen, dass im Januar eine Bundespräsidentin gewählt werden soll. Auch die Caritas-Chefin äußert sich – sie hat persönliche Erfahrung.

Die Position des deutschen Staatsoberhaupts sollte aus Sicht der Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa künftig weiblich besetzt sein. In ihrer 77-jährigen Geschichte habe die Bundesrepublik Deutschland bislang 12 Bundespräsidenten gehabt, "Männer – von Theodor Heuss bis Joachim Gauck –, denen die politische Kultur unseres demokratischen Rechtsstaates viel zu verdanken hat", sagte Welskop-Deffaa den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. "Nun ist es an der Zeit, einer Frau diese Aufgabe anzuvertrauen."

Auch wenn das Geschlecht kein Qualitätsmerkmal sein dürfe, "so ist die Frage der politischen Kultur doch eine Frage der Repräsentanz", erklärte Welskop-Deffaa. Als sie 2021 als erste Frau an die Spitze des Caritas-Verbands gewählt wurde, habe sie selbst erfahren, welche Wirkung Repräsentation entfalten kann. Nach 125 Jahren gebe ihre Präsidentschaft den Frauen in der Organisation die Gewissheit, gesehen zu werden.

Aus ihrer Sicht gebe es in Deutschland "genug kluge und weitsichtige Frauen, die die mit dem Bundespräsidentenamt verbundenen Aufgaben verantwortungsvoll wahrnehmen können", betonte Welskop-Deffaa. "Ich freue mich, wenn da, wo ich am Montag das Bundesverdienstkreuz aus der Hand von Bundespräsident Steinmeier entgegennehmen durfte, beim nächsten Tag der Deutschen Einheit die Auszeichnungen von einer Bundespräsidentin verliehen werden." Ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am 30. Januar gewählt

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