Katholisches Büro kritisiert Zurückweisungen von Migranten
Der Leiter des Katholischen Büros, Karl Jüsten, kritisiert die Migrationspolitik der Bundesregierung. "Wir sind der Auffassung, dass man keine Zurückweisungen veranlassen kann, bei der man sich die Notlage des Einzelnen gar nicht mehr anschaut", sagte Jüsten am Mittwoch dem Magazin "Focus". "Als Christen müssen wir denen Schutz bieten, die ihn brauchen."
Die Union versuche, einen Ausgleich zu finden zwischen den humanitären Aspekten und dem starken Druck aus Teilen der Bevölkerung, wenn diese sich überfordert fühlten, so Jüsten. "Dabei darf aber die Humanität nicht aus dem Blick geraten." Zudem müsse Integration stärker forciert werden, damit sie "unser Zusammenleben bereichert".
Das Katholische Büro in Berlin fungiert als Verbindungsstelle der katholischen Deutschen Bischofskonferenz zur Bundesregierung und nach Brüssel. Seit dem Jahr 2000 wird es von Prälat Jüsten geleitet. (KNA)