Stundenbuch
O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
Komm, Heil’ger Geist vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsere Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.
Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.
Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertrauen, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.
Die Stunde steigt und ruft zum Werk;
des Tages Anspruch lockt und drängt.
Komm, Heil’ger Geist, tritt für uns ein,
denn nichts gelingt uns ohne dich.
Du atme in uns, treibe uns,
erleuchte uns und sprich uns zu,
du mache unser Herz geneigt,
dass wir zur Liebe fähig sind.
Dies schenke uns, o Heil’ger Geist,
der mit dem Vater und dem Sohn
verherrlicht und gepriesen sei
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.
Selig, wer deine Weisung kennt und danach handelt.
Psalm 119, 137–144 XVIII · Zade
Herr, du bist gerecht,
∗
und deine Entscheide sind richtig.
Du hast deine Vorschriften erlassen in Gerechtigkeit
∗
und in großer Treue.
Der Eifer für dich verzehrt mich;
∗
denn meine Gegner vergessen deine Worte.
Deine Worte sind rein und lauter;
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dein Knecht hat sie lieb.
Ich bin gering und verachtet,
∗
doch ich vergesse nie deine Befehle.
Deine Gerechtigkeit bleibt ewig Gerechtigkeit,
∗
deine Weisung ist Wahrheit.
Mich trafen Not und Bedrängnis,
∗
doch deine Gebote machen mich froh.
Deine Vorschriften sind auf ewig gerecht.
∗
Gib mir Einsicht, damit ich lebe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Selig, wer deine Weisung kennt und danach handelt.
Lass mein Gebet zu dir dringen, Herr, du Gott meines Heils.
Psalm 88, 2–9 · Klage eines Kranken und Einsamen
Jetzt ist eure Stunde da, und die Finsternis hat die Macht. (Lk 22,53)
Herr, du Gott meines Heils,
∗
zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.
Lass mein Gebet zu dir dringen,
∗
wende dein Ohr meinem Flehen zu!
Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid,
∗
mein Leben ist dem Totenreich nahe.
Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken ins Grab,
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bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.
Ich bin zu den Toten hinweggerafft
∗
wie Erschlagene, die im Grabe ruhen;
an sie denkst du nicht mehr,
∗
denn sie sind deiner Hand entzogen.
Du hast mich ins tiefste Grab gebracht,
∗
tief hinab in finstere Nacht.
Schwer lastet dein Grimm auf mir,
∗
all deine Wogen stürzen über mir zusammen.
Die Freunde hast du mir entfremdet,
†
mich ihrem Abscheu ausgesetzt;
∗
ich bin gefangen und kann nicht heraus.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Lass mein Gebet zu dir dringen, Herr, du Gott meines Heils.
Herr, ich schreie zu dir. Warum verbirgst du vor mir dein Gesicht?
Psalm 88, 10–19
Mein Auge wird trübe vor Elend.
†
Jeden Tag, Herr, ruf’ ich zu dir;
∗
ich strecke nach dir meine Hände aus.
Wirst du an den Toten Wunder tun,
∗
werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen?
Erzählt man im Grab von deiner Huld,
∗
von deiner Treue im Totenreich?
Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt,
∗
deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?
Herr, darum schreie ich zu dir,
∗
früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin.
Warum, o Herr, verwirfst du mich,
∗
warum verbirgst du dein Gesicht vor mir?
Gebeugt bin ich und todkrank von früher Jugend an,
∗
deine Schrecken lasten auf mir, und ich bin zerquält.
Über mich fuhr die Glut deines Zorns dahin,
∗
deine Schrecken vernichten mich.
Sie umfluten mich allzeit wie Wasser
∗
und dringen auf mich ein von allen Seiten.
Du hast mir die Freunde und Gefährten entfremdet;
∗
mein Vertrauter ist nur noch die Finsternis.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Herr, ich schreie zu dir. Warum verbirgst du vor mir dein Gesicht?
Selig, wer deine Weisung kennt und danach handelt.
Psalm 120 · Falsche Zungen
Geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet. (Röm 12,12)
(
Ich rief zum Herrn in meiner Not,
∗
und er hat mich erhört.
)
Herr, rette mein Leben vor Lügnern,
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rette es vor falschen Zungen!
Was soll er dir tun, was alles dir antun,
∗
du falsche Zunge?
Scharfe Pfeile von Kriegerhand
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und glühende Ginsterkohlen dazu.
Weh mir, dass ich als Fremder in Meschech bin
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und bei den Zelten von Kedar wohnen muss!
Ich muss schon allzu lange wohnen
∗
bei Leuten, die den Frieden hassen.
Ich verhalte mich friedlich;
∗
doch ich brauche nur zu reden, dann suchen sie Hader und Streit.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Selig, wer deine Weisung kennt und danach handelt.
Lass mein Gebet zu dir dringen, Herr, du Gott meines Heils.
Psalm 121 · Der Hüter Israels
Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr haben, und weder Sonnenglut noch sengende Hitze wird auf ihnen lasten. (Offb 7,16)
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen:
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Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn,
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der Himmel und Erde gemacht hat.
Er lässt deinen Fuß nicht wanken;
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er, der dich behütet, schläft nicht.
Nein, der Hüter Israels
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schläft und schlummert nicht.
Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten;
∗
er steht dir zur Seite.
Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden
∗
noch der Mond in der Nacht.
Der Herr behüte dich vor allem Bösen,
∗
er behüte dein Leben.
Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst,
∗
von nun an bis in Ewigkeit.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Lass mein Gebet zu dir dringen, Herr, du Gott meines Heils.
Herr, ich schreie zu dir. Warum verbirgst du vor mir dein Gesicht?
Psalm 122 · Wallfahrt nach Jerusalem
Ihr seid zum Berg Zion hingetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem. (Hebr 12,22)
(
Ich freute mich, als man mir sagte:
∗
„Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.“
)
Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem:
†
Jerusalem, du starke Stadt,
∗
dicht gebaut und fest gefügt.
Dorthin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn,
†
wie es Israel geboten ist,
∗
den Namen des Herrn zu preisen.
Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht,
∗
die Throne des Hauses David.
Erbittet für Jerusalem Frieden!
∗
Wer dich liebt, sei in dir geborgen.
Friede wohne in deinen Mauern,
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in deinen Häusern Geborgenheit!
Wegen meiner Brüder und Freunde
∗
will ich sagen: In dir sei Friede!
Wegen des Hauses des Herrn, unseres Gottes,
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will ich dir Glück erflehen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Herr, ich schreie zu dir. Warum verbirgst du vor mir dein Gesicht?
1 Joh 3,17–18
Wenn jemand Vermögen hat und sein Herz vor dem Bruder verschließt, den er in Not sieht, wie kann die Gottesliebe in ihm bleiben? Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.
Wohl dem, der gütig und hilfreich ist.
Fest ist sein Herz, er vertraut auf den Herrn.
Allmächtiger, ewiger Gott, um die dritte Stunde hast du deinen Heiligen Geist über die Apostel ausgegossen. Sende den Geist der Liebe auch in unser Herz, damit wir in Treue für dich Zeugnis geben vor den Menschen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Singet Lob und Preis.
Dank sei Gott, dem Herrn.