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Stundenbuch

Das katholische Stundengebet soll den gesamten Tagesablauf heiligen und den Alltag vor Gott bringen. Das liturgische Buch, das die Texte des Stundengebets enthält, heißt in der katholischen Kirche Stundenbuch. Auf katholisch.de finden Sie das komplette Stundenbuch in digitaler Form zum Mitbeten.
Aktuelles Stundengebet
Jetzt beten: Invitatorium
Donnerstag, 29. Oktober 2026
30. Woche im Jahreskreis

Sext

Wochentag
Eröffnung

O Gott, komm mir zu Hilfe.

Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Hymnus
O Gott, du lenkst mit starker Hand

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist. Amen.

Die Glut des Mittags treibt uns um

Die Glut des Mittags treibt uns um,
die Stunden eilen wie im Flug.
Du, Gott vor dem die Zeiten stehn,
lass uns ein wenig bei dir ruhn.

Wir atmen fiebrig und gehetzt,
der Streit flammt auf, das rasche Wort.
In deiner Nähe, starker Gott,
ist Kühlung, Frieden und Geduld.

Gewähr uns dies, o guter Gott,
du, Vater, und du, einz’ger Sohn,
die ihr mit ihm, dem Heil’gen Geist,
regiert durch Zeit und Ewigkeit. Amen.

Psalmodie
1. Ant.

Die Weisung deines Mundes ist mir lieb, mehr als große Mengen von Gold und Silber.

Psalm 119, 65–72   IX · Tet

Du hast deinem Knecht Gutes erwiesen,  ∗
o Herr, nach deinem Wort.

Lehre mich Erkenntnis und rechtes Urteil!  ∗
Ich vertraue auf deine Gebote.

Ehe ich gedemütigt wurde, ging mein Weg in die Irre;  ∗
nun aber halte ich mich an deine Verheißung.

Du bist gut und wirkst Gutes.  ∗
Lehre mich deine Gesetze!

Stolze verbreiten über mich Lügen,  ∗
ich aber halte mich von ganzem Herzen an deine Befehle.

Abgestumpft und satt ist ihr Herz,  ∗
ich aber ergötze mich an deiner Weisung.

Dass ich gedemütigt wurde, war für mich gut,  ∗
denn so lernte ich deine Gesetze.

Die Weisung deines Mundes ist mir lieb,  ∗
mehr als große Mengen von Gold und Silber.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Die Weisung deines Mundes ist mir lieb, mehr als große Mengen von Gold und Silber.

2. Ant.

Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. Was können Menschen mir antun?

Psalm 56, 2–7.9–14 · Trost und Vertrauen

Hier wird Christus in seiner Passion dargestellt. (Hieronymus)

Sei mir gnädig, Gott, denn Menschen stellen mir nach;  ∗
meine Feinde bedrängen mich Tag für Tag.

Täglich stellen meine Gegner mir nach;  ∗
ja, es sind viele, die mich voll Hochmut bekämpfen.

An dem Tag, da ich mich fürchten muss,  ∗
setze ich auf dich mein Vertrauen.

Ich preise Gottes Wort.  †
Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht.
 ∗
Was können Menschen mir antun?

Sie verdrehen meine Worte den ganzen Tag;  ∗
auf mein Verderben geht ihr ganzes Sinnen.

Sie lauern und spähen und beobachten genau meine Schritte;  ∗
denn sie trachten mir nach dem Leben.

Mein Elend ist aufgezeichnet bei dir.  †
Sammle meine Tränen in einem Krug,
 ∗
zeichne sie auf in deinem Buch!

Die Feinde weichen zurück an dem Tag, da ich rufe.  ∗
Ich habe erkannt: Mir steht Gott zur Seite.

Ich preise Gottes Wort,  ∗
ich preise das Wort des Herrn.

Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht.  ∗
Was können Menschen mir antun?

Ich schulde dir die Erfüllung meiner Gelübde, o Gott;  ∗
ich will dir Dankopfer weihen.

Denn du hast mein Leben dem Tod entrissen,  ∗
meine Füße bewahrt vor dem Fall.

So gehe ich vor Gott meinen Weg  ∗
im Licht der Lebenden.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. Was können Menschen mir antun?

3. Ant.

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue so weit die Wolken ziehn.

Psalm 57, 2–5.7.6.8–12 · Wach auf, meine Seele

Dieser Psalm besingt Christus in seiner Passion. (Augustinus)

Sei mir gnädig, o Gott, sei mir gnädig,  ∗
denn ich flüchte mich zu dir.

Im Schatten deiner Flügel finde ich Zuflucht,  ∗
bis das Unheil vorübergeht.

Ich rufe zu Gott, dem Höchsten,  ∗
zu Gott, der mir beisteht.

Er sende mir Hilfe vom Himmel;  †
meine Feinde schmähen mich.
 ∗
Gott sende seine Huld und Treue.

Ich muss mich mitten unter Löwen lagern,  ∗
die gierig auf Menschen sind.

Ihre Zähne sind Spieße und Pfeile,  ∗
ein scharfes Schwert ihre Zunge.

Sie haben meinen Schritten ein Netz gelegt  ∗
und meine Seele gebeugt.

Sie haben mir eine Grube gegraben;  ∗
doch fielen sie selbst hinein.

Erheb dich über die Himmel, o Gott!  ∗
Deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde.

Mein Herz ist bereit, o Gott,  †
mein Herz ist bereit,
 ∗
ich will dir singen und spielen.

Wach auf, meine Seele!  †
Wacht auf, Harfe und Saitenspiel!
 ∗
Ich will das Morgenrot wecken.

Ich will dich vor den Völkern preisen, Herr,  ∗
dir vor den Nationen lobsingen.

Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,  ∗
deine Treue, so weit die Wolken ziehn.

Erheb dich über die Himmel, o Gott;  ∗
deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue so weit die Wolken ziehn.

1. Ant.

Die Weisung deines Mundes ist mir lieb, mehr als große Mengen von Gold und Silber.

Psalm 123 · Zu Gott erhebe ich meine Augen

Die beiden Blinden riefen laut: Herr! Sohn Davids! Hab Erbarmen mit uns! (vgl. Mt 20,30)

Ich erhebe meine Augen zu dir,  ∗
der du hoch im Himmel thronst.

Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn,  ∗
wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin,

so schauen unsre Augen auf den Herrn, unsern Gott,  ∗
bis er uns gnädig ist.

Sei uns gnädig, Herr, sei uns gnädig,  ∗
denn übersatt sind wir vom Hohn der Spötter,

übersatt ist unsre Seele von ihrem Spott,  ∗
von der Verachtung der Stolzen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Die Weisung deines Mundes ist mir lieb, mehr als große Mengen von Gold und Silber.

2. Ant.

Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. Was können Menschen mir antun?

Psalm 124 · Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn

Der Herr sagte zu Paulus: Fürchte dich nicht! Denn ich bin mit dir. (Apg 18,9.10)

Hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt  ∗
– so soll Israel sagen –,

hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt,  ∗
als sich gegen uns Menschen erhoben,

dann hätten sie uns lebendig verschlungen,  ∗
als gegen uns ihr Zorn entbrannt war.

Dann hätten die Wasser uns weggespült,  ∗
hätte sich über uns ein Wildbach ergossen.

Dann hätten sich über uns die Wasser ergossen,  ∗
die wilden und wogenden Wasser.

Gelobt sei der Herr,  ∗
der uns nicht ihren Zähnen als Beute überließ.

Unsre Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen,  ∗
das Netz ist zerrissen, und wir sind frei.

Unsre Hilfe steht im Namen des Herrn,  ∗
der Himmel und Erde gemacht hat.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. Was können Menschen mir antun?

3. Ant.

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue so weit die Wolken ziehn.

Psalm 125 · Gott wacht über sein Volk

Friede und Erbarmen komme über alle: sie sind das Israel Gottes. (Gal 6,16)

Wer auf den Herrn vertraut, steht fest wie der Zionsberg,  ∗
der niemals wankt, der ewig bleibt.

Wie Berge Jerusalem rings umgeben,  ∗
so ist der Herr um sein Volk, von nun an auf ewig.

Das Zepter des Frevlers soll nicht auf dem Erbland der Gerechten lasten,  ∗
damit die Hand der Gerechten nicht nach Unrecht greift.

Herr, tu Gutes den Guten,  ∗
den Menschen mit redlichem Herzen!

Doch wer auf krumme Wege abbiegt,  †
den jage, Herr, samt den Frevlern davon!
 ∗
Frieden über Israel!

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue so weit die Wolken ziehn.

Kurzlesung

Gal 5,16–17

Lasst euch vom Geist leiten, dann werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen. Denn das Begehren des Fleisches richtet sich gegen den Geist, das Begehren des Geistes aber gegen das Fleisch; beide stehen sich als Feinde gegenüber, sodass ihr nicht imstande seid, das zu tun, was ihr wollt.

Herr, du bist gut, du schenkst uns das Gute.

Lehre uns deine Gesetze.

Versikel

Herr, du bist gut, du schenkst uns das Gute.

Lehre uns deine Gesetze.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, bei dir gibt es keine Finsternis, denn du wohnst im Licht. Sende einen Strahl deines Lichtes in unser Herz, damit wir den Sinn deiner Gebote erkennen und bereitwillig deine Wege gehen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Abschluss

Singet Lob und Preis.

Dank sei Gott, dem Herrn.

Mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet, vertreten durch das Deutsche Liturgische Institut. © staeko.net

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