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Zusammenarbeit in vielen Bereichen besteht bereits

Austausch bayerischer Bischöfe über ökumenische Praxis und Missbrauch

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Die Brustkreuze von Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, und Kardinal Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
München/Hesselberg - Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirche arbeiten in Bayern bereits an vielen Stellen zusammen. Bei einem Treffen haben sich die Spitzen der beiden Kirchen jetzt über weiteres ökumenisches Handeln ausgetauscht – und Beispiele genannt.

Die Spitzen der katholischen und evangelischen Kirche in Bayern haben sich über das ökumenische Handeln im Freistaat beraten. Bei dem Treffen am Hesselberg in Mittelfranken wurden konkrete Beispiele betrachtet, um weitere Anknüpfungspunkte zu finden und um zur praktischen Ökumene zu ermutigen, wie beide Seiten am Dienstag in München mitteilten. Zugleich sprachen sich die Anwesenden für eine staatlich eingesetzte Missbrauchsbeauftragung auf Landesebene in Bayern aus, um sexuelle Gewalt noch umfassender aufarbeiten und bekämpfen zu können.

Vertreten waren bei dem Gespräch die katholischen bayerischen Diözesanbischöfe mit dem Vorsitzenden der Freisinger Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sowie die Evangelisch-Lutherischen Regionalbischöfinnen und -bischöfe mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Alle stimmten darin überein, dass in staatlichen Schulen weiter am Religionsunterricht festgehalten werden solle. Noch sei nicht entschieden, in welcher Weise hier zusammengearbeitet werden könne. Die mit diesen Themen befasste Arbeitsgemeinschaft solle aber bald Perspektiven vorstellen.

In Sachen Ökumene seien bewährte Formate der Zusammenarbeit die "Woche für das Leben", ökumenische Friedensgebete sowie das gemeinsame Engagement für Geflüchtete, hieß es. Auch einige regionale Kooperationsprojekte hätten die Gesprächsteilnehmer hervorgehoben: Im Bereich der Diözese Würzburg und des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg bestehe die Idee eines gemeinsamen Pfarrbüros und es gebe ökumenisches Engagement für das Kloster Heidenheim.

Bereits viele gemeinsame Initiativen

Die Caritas und die Diakonie in Bamberg verfolgten den Ansatz einer gemeinsamen Pflegeschule. Für die Kurseelsorge Bad Griesbach, Diözese Passau und Kirchenkreis Regensburg, teilten sich evangelische und katholische Seelsorger bereits ein Gebäude.

Im Rahmen weiterer regionaler Aktivitäten wurde laut Mitteilung unter anderem darauf hingewiesen, dass es zwischen der Erzdiözese Bamberg und dem Kirchenkreis Bayreuth eine ständige ökumenische Kontaktgruppe und jährlich gemeinsame Alltagsexerzitien mit regem Zuspruch gebe. Im Bereich der Diözese Regensburg und des Kirchenkreises Regensburg gebe es gleichfalls gemeinsame Initiativen, insbesondere der Ökumenische Krippenweg besitze Strahlkraft. Während der Corona-Pandemie habe es unkomplizierte überkonfessionelle Zusammenarbeit auch dabei gegeben, größere Kirchen gemeinsam zu nutzen.

Von der Diözese Eichstätt und dem Kirchenkreis Nürnberg werde ein Ökumenischer Schöpfungstag begangen, es gebe ökumenische Pfarrerstudientage sowie einen ökumenischen Gottesdienst zum Jahresempfang des Diözesanrats, hieß es. (KNA)

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