Bistum Trier für Präventionsarbeit ausgezeichnet
Die Fachstelle Kinder- und Jugendschutz des Bistums Trier ist vom Land Rheinland-Pfalz und dem Landespräventionsrat für ihre Präventionsarbeit ausgezeichnet worden. Wie das Bistum am Donnerstag berichtet, erhielt die Fachstelle den mit 1.500 Euro dotierten ersten Preis des Landespräventionspreises für das Brettspiel "Ich sehe was, was du nicht siehst". Damit soll Verantwortlichen in der Kinder- und Jugendarbeit das Thema sexualisierte Gewalt und Grenzverletzungen näher gebracht werden. Aufgabe der Spieler ist es, verschiedene Situationen zwischen Schutzbefohlenen und Verantwortlichen einzuordnen, zu bewerten und zu entscheiden, ob eine Grenze überschritten wurde und eingegriffen werden muss.
Der Vorsitzende des Landespräventionsrates, Wolfgang van Vliet, lobte das Spiel als "vorbildhaft". Es vermittle die Inhalte niederschwellig und rege zum Nachdenken und zur Diskussion an. Es leiste außerdem einen Beitrag zur Enttabuisierung des Themas sexueller Gewalt und zur Prävention. Die Leiterin der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz, Birgit Wald, sagte, der Preis könne die Bekanntheit des Spieles steigern. Es könne in pädagogischen Einrichtungen, Schulen und Justizvollzugsanstalten eingesetzt werden – auch über die deutsche Grenze hinweg. Eine Übersetzung ins Luxemburgische gibt es bereits, weitere sollen folgen. (cph)