Erzbischof Schick: Vor Veränderungen muss man sich nicht fürchten
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat den Gläubigen in seinem Erzbistum Mut für die Zukunft gemacht. Es bestehe kein Grund, sich vor Veränderung zu fürchten, sagte Schick am Sonntag in seiner Predigt zum Heinrichsfest im Bamberger Dom. "Kirche hat immer Wandel in der Zeit erlebt, auf und nieder. Im Glauben an Gott können wir den Wandel annehmen und ihn aktiv für Friede und Heil gestalten." Zudem erinnerte er daran, dass die Kirche in vielen Regionen der Welt, insbesondere in Afrika und Asien, derzeit wachse und den Menschen Stütze und Halt gebe.
Nach den Worten des Erzbischofs soll jede Pfarrei und jeder Seelsorgebereich ein geistliches Zentrum sein. Schon der Bistumsgründer Heinrich und seine Frau Kunigunde hätten die Absicht gehabt, überall geistliche Zentren in ihrem Reich zu gründen. Er habe vor tausend Jahren sehr modern gedacht, als er Klöster, Stifte und Pfarreien bildete. Heinrich habe gewusst, dass für jeden Menschen und für den Staat das Wohl des Geistes und der Seele wichtig sei. "Auch heute sind bei den Umstrukturierungen für die Zukunftsfähigkeit der Kirche geistliche Zentren unerlässlich", sagte Schick.
Der Erzbischof bezeichnete es als notwendig, Seelsorgebereiche zu gründen und die Verwaltungsstrukturen der Kirchenstiftungen zusammenzuführen. Grund dafür seien die sinkenden Zahlen bei Gläubigen, Seelsorgern und Finanzen. Pastoralteams könnten zudem besser kooperieren und ermöglichten einen charismenorientierten Personaleinsatz. - Immer am zweiten Wochenende im Juli feiert das Erzbistum Bamberg mit dem Heinrichsfest seinen Gründer, den heiligen Kaiser Heinrich II. Pandemiebedingt findet das reduzierte Programm neben den Gottesdiensten in diesem Jahr digital statt. (KNA)